Werden sich die Autofahrer im Dübendorfer Stadtzentrum an eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern halten? Der Stadtrat ist der Meinung, dass sie dies tun werden, und zwar auch ohne aufwändige bauliche Massnahmen. Er will seine Pläne deshalb vorwiegend mithilfe von Signalisierung und damit kostengünstig umsetzen. Das hält er in seiner Antwort auf eine schriftliche Anfrage von Daniel Burkhardt fest.
Der SVP-Gemeinderat hingegen ist sich sicher, dass das eben nicht so einfach funktionieren wird. Und dann seien flankierende Massnahmen zwingend vorgesehen. «Ein Jahr nach Umsetzung von Tempo-30-Zonen überprüft die Kantonspolizei jeweils das Erreichen der Ziele», sagt er. Überschritten bei der Messung 85 Prozent der Automobilisten den Richtwert von 38 Stundenkilometern, müsse der Verkehr mit versetzten Parkfeldern, weiteren Markierungen oder auch Strassenverengungen aus Beton beruhigt werden.
«Wir sprechen hier nicht von Quartierstrassen, sondern von Hauptverkehrsachsen.»
Daniel Burkhardt (SVP), Gemeinderat
Wobei Burkhardt in dem Fall auch gar nicht von einer Beruhigung sprechen will: «Schon mit den geplanten Eingangstoren zur Tempo-30-Zone wird sich das Chaos in den Stosszeiten vergrössern, weil das Kreuzen erschwert oder gar verunmöglicht wird. Wenn dann noch weitere Massnahmen eingeführt werden müssen, dann bricht der Verkehr endgültig zusammen. Und wir sprechen hier nicht von Quartierstrassen, sondern von Hauptverkehrsachsen.»
Verflüssigung oder Verstopfung?

