Zu viele Pendler, zu wenig Züge, zu kurze Perrons: Die Züge des Zürcher Verkehrsverbunds kommen auf der Strecke zwischen Effretikon und Wetzikon immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Nun haben die ZVV ihre Strategie für die Jahre 2022 bis 2025 bekannt gegeben. Der Ausbau betrifft die Zuglinien S3 und S19.
Perronverlängerungen sind in sämtlichen Bahnhöfen zwischen Effretikon und Wetzikon erforderlich, wie Caspar Frey, Mediensprecher des ZVV, mitteilt. «Eine Ausnahme stellt der Bahnhof Illnau dar. Hier konnten die Perrons bereits mit dem Bahnhofumbau im Rahmen der vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn verlängert werden.»
Mehr Platz in Zügen und an Bahnhöfen
Wie Caspar Frey sagt, verkehren im Kernnetz der Zürcher S-Bahn bereits heute Züge, die 300 Meter lang sind. Der Korridor zwischen Effretikon und Wetzikon stelle eine Ausnahme dar. Heute können dort die S3 und die S19 mit einer maximalen Länge von 200 Meter verkehren. «Mit einer Perronverlängerung um 100 Meter kann insbesondere die Kapazität der S3 massgebend erhöht werden.» Dass die Strecke zwischen Effretikon und Wetzikon als eine der letzte ausgebaut wird, liegt daran, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 bereits die S19 eingeführt wurde, um die S3 zu entlasten.
Die Bauarbeiten werden bei laufendem Betrieb ausgeführt werden. «Es kommt deshalb zeitweise unausweichlich zu gewissen Einschränkungen für die Kunden», so Caspar Frey. Aufgrund der grossen Erfahrung der SBB im Umgang mit solchen Situationen würden sich diese aber in Grenzen halten.

