Der Stadtrat möchte die Dübendorfer Ombudsstelle weiterführen. Diese sei eine geeignete zentrale Anlaufstelle, an die sich die Kundinnen und Kunden der Stadtverwaltung mit ihren Sorgen und Nöten wenden könnten, hielt er in der Vergangenheit wiederholt fest. Ende 2018 hat der Stadtrat den Versuchsbetrieb verlängert; nun soll der Gemeinderat entscheiden, wie es mit der Einrichtung weitergeht.
Ins Leben gerufen hat der Stadtrat die Ombudsstelle Ende 2016 – als Reaktion auf zum Teil massive Vorwürfe an die Adresse des Sozialamts. Ein Teil der Kritik bezog sich auf einen angeblich menschenunwürdigen Umgang mit den Klienten. Richtig eskaliert war die Situation aber erst, als bekannt wurde, dass die Amtsleiterin auf Facebook einen Post der rechtsextremen NPD geteilt hatte.
Gegensätzliche Interpretation
Gemäss den Berichten von Ombudsmann Anton Frauenfelder hat die Stelle 2017 insgesamt 61 Fälle behandelt, der überwiegende Anteil der Anfragen bezog sich dabei auf die Sozialabteilung. Ein ähnliches Bild zeigte sich 2018, allerdings war ein markanter Rückgang der Fälle zu verzeichnen. Nachdem diesen Februar in den Medien zwei Beispiele von angeblich schikanöser Behandlung publik wurden, erhöhte sich die Zahl der Anfragen wieder deutlich.
«Die Ombudsstelle muss unabhängig von allen Behörden agieren können.»
Martin Kunz, Stadtschreiber von Dübendorf

