« Warum gibt es diese Strasse nicht schon längst? » Das sei die am häufigsten gehörte Frage gewesen am ZOM-Messestand des Vereins Zusammenschluss Oberlandstrasse, meinte Präsident Hans-Peter Hulliger diese Woche an der Vereinsversammlung. Es war die 20. des 1999 gegründeten Vereins. Doch wirklich zu feiern zumute war den rund 80 anwesenden Mitgliedern nicht. Denn eigentlich wäre es das Ziel des Vereins, dass es ihn gar nicht mehr braucht. Dann nämlich, wenn die Lücke in der Oberlandautobahn geschlossen ist.
«Bisher erfolglos»
Im Unterschied zu anderen Vereinen sei es nicht einfach, Mitglieder zu finden. So führe er kein Angebot, von dem direkt profitiert werden könnte, meinte Vizepräsident Bruno Walliser, der SVP-Nationalrat aus Volketswil in seinem Rückblick. « Ja, und eigentlich sind wir bisher erfolglos » , legte er nach. Immerhin sei mit seinem Vorstoss in diesem Frühjahr erreicht worden, dass in Bern über die Oberlandautobahn gesprochen werde. Bundesrätin Simonetta Sommaruga habe im Rat erklärt, dass dieses Vorhaben im nächsten Ausbauschritt des Nationalstrassennetzes enthalten sein soll. « Jetzt gilt es, sie auf ihre Aussagen zu behaften » , betonte Hulliger.
Mit dem Realisierungszeitpunkt 2033, der vom Direktor des Astra, Jürg Röthlisberger, genannt worden sei, machten die beiden immerhin Licht am Horizont aus. Auf Beginn des nächsten Jahres geht die Oberlandstrasse an den Bund und damit in den Zuständigkeitsbereich des Bundesamtes für Strassen über.
Präsident wie Vizepräsident orteten aber noch eine Unsicherheit. Käme es bei den National- und Ständeratswahlen im Herbst zu einem links-grünen Rutsch, « dann werden es Strassenbauprojekte viel schwerer haben. »

