2021 soll das nächste Ustermer Stadtfest stattfinden. Doch ob es wirklich so weit kommt, ist alles andere als sicher. «Momentan hängen wir in der Luft», sagt Beat Bucher, Präsident des Vereins OK-Stadtfest Uster. «Wenn wir bis Ende Jahr von den Behörden keine verbindlichen Zusagen für die Nutzung der Strassen erhalten, müssen wir den Verein leider auflösen.» Dann wäre das Projekt «Stadtfest Uster» gestorben.
«Die Stadt Uster hat keinen Einfluss auf die Auflagen des Kantons.»
Daniel Stein, Ustermer Stadtschreiber
Grund für die düsteren Aussichten sei, dass für das geplante Stadtfest unter anderem auch Kantonsstrassen gesperrt werden müssten. Das bringe eine Menge Auflagen und Bedingungen mit sich. «Doch als Laienteam ohne fachkompetente Unterstützung können wir diese Auflagen unmöglich erfüllen», sagt Bucher. Eine der Auflagen des Kantons sei, dass der Verein eine Verkehrszählung durchführen müsse. «Aber diese Studie muss von einer zertifizierten Stelle durchgeführt werden und kostet mehrere tausend Franken», so Bucher. Das könne sich der Verein nicht leisten. Die Stadt Uster sei auch keine Hilfe. «Trotz mehrfacher Nachfrage fehlt uns bis heute die nötige Unterstützung von der Stadt.»
Die Schuld wird auf Behörden abgeschoben
Stadtschreiber Daniel Stein kann die Konsternation der Beteiligten nachvollziehen. «Aber die Stadt Uster hat keinen Einfluss auf die Auflagen des Kantons», sagt Stein. Wenn man für ein Fest eine Kantonsstrasse sperren möchte, müsse man sich nun mal an die Spielregeln des Kantons halten. Den Vorwurf, dass die Stadt Uster das Stadtfest-OK zu wenig unterstütze, lässt Stein nicht gelten. Über ein Stadtfest würde er sich zwar freuen, es sei jedoch nicht Sache der Stadt, dieses Fest zu organisieren.

