Bisher lebten die Asylsuchenden, welche der Gemeinde Wangen-Brüttisellen vom Kanton zugewiesen wurden, im kantonalen Durchgangszentrum in Volketswil. Das hatte für die Gemeinde den Vorteil, dass sie bisher – gegen eine finanzielle Abgeltung – keinen Wohnraum zur Verfügung stellen musste. Die Unterbringung ist ein Punkt, der in vielen Kommunen immer wieder für Schwierigkeiten sorgt.
Doch nun schliesst die zuständige Immobilienfirma das Zentrum. Stattdessen wird es von der Gemeinde Volketswil an einem anderen Ort neu gebaut und dann dem Kanton vermietet. Im neuen Durchgangszentrum werden 134 Plätze zur Verfügung stehen, also rund 40 weniger als in den bestehenden Gebäuden an der Kindhauserstrasse.
Jetzt wird koordiniert
Das hat zur Folge, dass Wangen-Brüttisellen neu Wohnraum für 49 Asylsuchende zur Verfügung stellen muss. Und das bis Ende Jahr. «Eine durchaus sportliche Vorgabe», sagt Arun Müller, Leiter Gesellschaft in Wangen-Brüttisellen.
Man fange aber nicht bei Null an. «Als Gemeinde müssen wir ohnehin eine gewisse Anzahl Notwohnungen für Bedürftige wie etwa Sozialhilfebezüger unterhalten.» Einen Teil der Asylsuchenden könne man deshalb in solchen gemeindeeigenen Unterkünften unterbringen. «Wir sind derzeit daran, das Ganze zu koordinieren.»

