Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP) ist eine Füchsin. Bewusst wartete sie am Mittwochabend mit der Werbung für den neuen Steg des Seebads Furen bis zum Schluss der Gemeindeversammlung. Vielleicht wären sonst ein paar der 36 Stimmberechtigten im Kirchgemeindesaal der Versuchung des nahen Greifensees erlegen.
«Im Rechnungsjahr hatten wir Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.»
Bruno Schaerli,Gemeinderat (Aktion G)
Doch sie blieben standhaft und hörten sich geduldig die Erläuterungen von Gemeinderat Bruno Schaerli (Aktion G), der als Finanz- und Liegenschaftsvorstand Details zur Jahresrechnung präsentierte. Dieser lobte denn auch den starken Willen der Stimmbürger mit einer kleinen Anekdote: «Es gab mal im bernischen Wachseldorn eine Gemeindeversammlung, wo neben dem fünfköpfigen Gemeinderat nur ein Bürger aufgetaucht ist.» Als Stimmzähler habe der Gemeindepräsident ran müssen – eine überschaubare Aufgabe, sagte Schaerli.
Frauen leicht untervertreten
Schaerli setzte im sommerlich aufgeheizten Kirchgemeindesaal das Warm-Up vor der Jahresrechnung fort. Eine Studie von Gemeindeversammlungen zeige, wer an diesen Versammlungen übervertreten sei: Senioren, Alteingesessene und Hauseigentümer. «Wie ich beurteilen kann, sind heute tatsächlich die Frauen leicht untervertreten und Senioren sind auch nicht mangelhaft anwesend», sagte Schaerli.

