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Silbergrueb soll zum Goldesel werden

Die Jahresrechung kam an der Gemeinderversammlung in Mönchaltorf glatt durch. Kritik gab es dennoch.

An der Gemeindeversammlung im Mönchhof nahmen 46 Stimmberechtigte Teil., Gemeindepräsident Urs Graf (FDP) leitete die Mönchaltorfer Gemeindeversammlung vom Donnerstagbend., Gemeinderat Bernhard Kaderli (FDP) präsentierte die Jahresrechnung, die ohne Gegenstimme gutgeheissen wurde.

Archivfoto: Andre Springer

Silbergrueb soll zum Goldesel werden

In der 3800-Seelengemeinde Mönchaltorf kann eine Überbauung wie die Silbergrueb, einen ansehnlichen Betrag in die Gemeindekasse spülen. Das machte in der Mönchaltorfer Gemeindeversammlung vom Donnerstag Gemeinderat Bernhard Kaderli (FDP) in seiner Stellungnahme zur Jahresrechnung 2018 klar. Denn die etwa 170 zugezogenen Bewohner der Silbergrueb seit dem letzten Jahr ergäben eine halbe Million zusätzlicher Steuereinnahmen.

«Wir haben weniger Autonomie, dafür mehr Kosten.»

Urs Graf, Gemeindepräsident (FDP) Mönchaltorf

Doch in die Rechnung 2018 flossen diese Steuererträge noch nicht ein. Die Einnahmen aus der ordentlichen Steuern und den Steuern früherer Jahre fielen vielmehr um eine Million Franken geringer aus als budgetiert. Da sah SVP-Ortsparteipräsident Charles Vogt ein Problem auf die Gemeinde zukommen: «Es sieht nicht so aus, dass wir in den kommenden Jahren viel mehr Steuergelder einnehmen werden.» 

Finanzausgleich sei dank

Ein Zustupf gibt es vom Kanton in der Form des Finanzausgleichs. Mönchaltorf darf als kleine Gemeinde wohl lange Zeit auf diesen Betrag zählen, denn die Steuerkraft liegt mit 2300 Franken weit unter dem Kantonsmittel von 3000 Franken. «Auch mit dem Zuzug von ein paar Millionären käme die Gemeinde nicht so leicht über das kantonale Mittel hinaus», so Kaderli.

«Solch hohe Grundstückgewinnsteuern wird die Gemeinde in Zukunft wohl nicht mehr einnehmen.»

Charles Vogt, SVP-Präsident Mönchaltorf

Das Plus in der Jahresrechnung von rund 400‘000 Franken ist hauptsächlich auf die hohen Grundstückgewinnsteuern von 3,5 Millionen Franken zurückzuführen. Zu diesem Umstand sagte Charles Vogt: «Solch hohe Grundstückgewinnsteuern wird die Gemeinde in Zukunft wohl nicht mehr einnehmen. Die Rechnung würde ohne diese Steuern ziemlich schlecht ausfallen.»

SVP zähneknirschend

Die SVP sage dennoch Ja zur Rechnung. Ansonsten hätte die Partei ihre Korrekturen bei der Budgetgemeindeversammlung vor einem Jahr einbringen müssen, gab Vogt auch gleich selbstkritisch zu denken. Die Abstimmung war dann ein klare Sache: Ohne Gegenstimme genehmigten die 46 Stimmberechtigten im Mönchhof die Rechnung 2018.

Ebenfalls ohne Gegenstimme genehmigten die Mönchaltorfer die Teilrevision der Gebührenverordnung im Bereich Bürgerrecht. Zum Abschluss der Gemeindeversammlung informierte Gemeindepräsident Urs Graf (FDP) über die Legislaturziele.

In seiner Rede sagte er, dass der Unterhalt der vielen Gemeindeliegenschaften, ausgeglichene Wasser- und Abfallgebühren der Haushalte und die Überprüfung der Gemeinde-Dienstleistungen die wichtigsten Punkte seien. Das Zivilstandesamt sei nach Uster ausgelagert, jetzt könne niemand mehr in Mönchaltorf heiraten. Die Auslagerung hat noch weitere Nachteile. Graf sagte: «Wir haben weniger Autonomie, dafür mehr Kosten.»

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