Seit dem 1. April sind die Parkplätze bei den Dübendorfer Sport- und Freizeitanlagen kostenpflichtig. Die Verantwortlichen der Stadt wollten damit die Kosten für die Infrastruktur verursachergerecht verteilen und vor allem die Fremdparkierer loswerden, welche die Plätze oft blockiert hatten. Tatsächlich hat es seither beim Freibad und dem Kulturzentrum Obere Mühle deutlich mehr freie Parkplätze.
Doch seit Anfang April wurde die Kritik an der Massnahme in den letzten Wochen immer lauter. Alles andere als erfreut ist etwa Christoph Lutz, SVP-Gemeinderat und Vizepräsident von «Dübi Inside». Die Vereinigung unterstützt sämtliche Junioren in den Dübendorfer Sportvereinen finanziell. «Die Parkgebühren sind fatal», sagt Lutz. «Die Vereine haben schon jetzt grösste Mühe, freiwillige Helfer und Juniorentrainer zu finden. Das alles wird nun noch schwieriger, wenn die Leute, die sich ehrenamtlich für den Sport engagieren, auch noch dafür bezahlen müssen.»
Er sei nicht grundsätzlich gegen die Parkplatzbewirtschaftung bei den Sportanlagen, sagt Lutz, und die Massnahme habe ja auch schon den von der Stadt erhofften Effekt erzielt. «Aber die negativen Auswirkungen auf die Vereine müssen dringend korrigiert werden.» Er schlägt deshalb vor, dass die Vereine Gratis-Parkkarten erhalten sollen. Und er kündigt an, dass die SVP zu diesem Thema eine Motion einreichen werde.
Strafe für Freiwillige
Markus Herzog, Präsident des Fussballclubs Dübendorf (FCD), regt sich ebenfalls über das neue Parkplatzregime auf. «Unsere Freiwilligen leisten im Jahr tausende Stunden Fronarbeit. Sie sorgen so dafür, dass die Kinder und Jugendlichen von der Strasse weg sind und Sport treiben. Und jetzt werden sie dafür sogar noch bestraft.»

