Abo

Politik

Lärmende Teenies, das Sozialamt und der liebe Verkehr

Zu viele Fragen können die Dübendorfer Stadträte auch überfordern. Das zeigte sich diese Woche an der Sitzung des Gemeinderats.

Der Verkehr war das Hauptthema in der Fragestunde des Dübendorfer Gemeinderats, die am Montag stattfand. So erfuhren die Anwesenden etwa, dass der Stadtrat auf der Unteren Zelglistrasse wegen der Schulwegsicherheit Tempo 30 prüft, nicht aber auf der Sonnenberg-, Grüze- und Oberdorfstrasse. Weiter wurde deutlich, dass die Sonnenbergstrasse trotz wiederholter Kritik nicht in den Urzustand zurückversetzt wird. Und dass es nicht ganz einfach sei, die zuweilen chaotische Verkehrssituation rund um die Memphisbrücke zu verbessern.

Auch der Dauerbrenner Sozialamt kam zur Sprache. Die zuständige Stadträtin Jacqueline Hofer (SVP) erklärte, dass sich die externe Untersuchung etwas verzögert habe, weil diese «sehr gründlich» durchgeführt werde. Das Ergebnis soll aber noch diesen Monat vorliegen. Theo Zobrist (SP) wiederum sprach von Fällen, in denen Kunden auf der Stadtverwaltung angeblich keine Beratung erhielten. Das entlockte Stadtpräsident André Ingold (SVP) ein leicht knurriges, verbales Kopfschütteln, weil er diesbezüglich noch nie irgendwelche Reklamationen vernommen habe.

Aufs Übelste beleidigt

Flavia Sutter (Grüne) beschäftigte die Mähtechnik entlang der Wege in Stettbach und der fehlende Keller für die Elterngruppe. Urs Menet (SP) wiederum störte sich an den Jugendlichen, die nach 22 Uhr auf dem Sportplatz des Dorf-Schulhauses lärmten. Er habe vor Ort schon versucht, seinen Standpunkt als Nachbar darzulegen und auf die Arealordnung hinzuweisen, sei darauf aber aufs Übelste beleidigt worden.

Bildungsvorsteherin Susanne Hänni (GLP/GEU) ist sich des Problems bewusst, eine Lösung konnte sie aber nicht präsentieren. Einerseits sollten die Kinder und Jugendlichen Sport treiben und sich austoben können, sagte Hänni. Gleichzeitig äusserte sie Verständnis für die geplagten Anwohner. Ausserhalb der Schulzeit sei die Polizei zuständig bei Verstössen gegen Ruhe und Ordnung auf dem Areal, daneben stehe aber auch der aufsuchende Sozial- und Ordnungsdienst (SIP) regelmässig in Kontakt mit den Jugendlichen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?