Die Geschichte der neuen Maurmer Gebührensäcke begann mit einem Knall: Im Februar dieses Jahres hatte ein Lastwagen beladen mit den Gemeindegebührensäcken einen Unfall in Frankreich. Der Gemeinderat musste daraufhin die Lieferverzögerung der Abfallsäcke aufgrund dieses Zwischenfalls bekanntgeben.
«Es war dem Gemeinderat nicht bekannt, dass noch eine Schweizer Firma Kehrichtsäcke herstellt.»
Gemeinderat Maur
Anschliessend haben sich Leserbriefschreiber der Maurmer Post gemeldet und kritisiert, dass die Säcke aus ausländischer Produktion stammen. Die Gemeindeverwaltung rechtfertigte den Kauf mit der Begründung, dass in der Schweiz keine Abfallsäcke mehr produziert würden. Ein Irrtum, wie ein Claudio Passini aus Binz jetzt h erausgefunden hat.
«Als kritischer Leser konnte ich nicht glauben, dass keine Schweizer Firma Gebührensäcke herstellt.»
Claudio Passini aus Binz
In einem Leserbrief an die Maurmer Post äusserte er sich zu den Gebührensäcken der Gemeinde: «Als kritischer Leser konnte ich nicht glauben, dass keine Schweizer Firma Gebührensäcke herstellt.» Eine kurze Suche auf einer gängigen Plattform habe ihn zur Firma Toppac in Schwarzenbach geführt. Passini habe auch direkt bei der Firma nachgefragt und man habe ihm dies bestätigt. Seine Schlussfolgerung: «Es gäbe demnach andere Lösungen mit Wertschöpfung in der Schweiz».

