Die Organisatoren um «Echo Kollektiv», «Female Fatale», «MP25» und «Beifuss» haben einen einmaligen «Rave» auf die Beine gestellt, den Wetzikon so schnell nicht vergessen wird.
Hintenherum durch die Büsche über das kleine Metallbrückchen marschiert und schon ist da eine neue, buntdurchmischte Welt – die ganze Szenerie der Kulturfabrik ist von ihr erfasst. Überall tummeln sich Leute. Ob erst vor kurzem die Volljährigkeit erreicht oder schon graue Haare auf dem Kopf – wie es scheint, versteht sich jeder mit jedem.
Neben einem kleinen Essensstand, wo zum Beispiel frische Melonen zu kaufen sind, lodert ein grosses Feuer. Ein alternativer Typ mit Rastas und kurzen Hosen meint: «Friedlich hier, oder?!? Hat nichts mit der langweiligen Clubszene gemein.» Unübersehbar sticht ein zirka drei Meter hoher, selbstgebastelter Flamingo ins Auge. Aber er heisst gar nicht Flamingo, er trägt das Schild mit dem Namen «Flamongo».
Schon bald ist es Mitternacht und wie es scheint, kommt das Festival erst gerade richtig ins Rollen. Noch tummeln sich viele Gäste draussen herum, sitzen im Kreis um ein Feuer oder lümmeln auf der Rampe vor dem Eingang.
Alles spricht mit allem – Gejohle, lautes Gelächter, soziale Glückseligkeit. Die alten Scheiben der Fabrik vibrieren im Takt. Bei einem alten Bus mit einer Zebrastreifen-Lackierung gibt es das wichtige «Bändeli» für den Eintritt.

