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«Ein Schandmal der Dübendorfer Politik»

SP-Gemeinderat Theo Zobrist regt sich über die Brache an der Wallisellenstrasse 24 auf. Diese sei verwildert, zugemüllt und ein Sicherheitsrisiko. Der Stadtrat ist anderer Meinung.  

Das verwilderte Grundstück an der Wallisellenstrasse ist vielen Dübendorfern ein Dorn im Auge.

Thomas Bacher

«Ein Schandmal der Dübendorfer Politik»

Theo Zobrist ist alles andere als glücklich mit der Situation an der Wallisellenstrasse 24. Auf dem Grundstück würden Fahrzeuge und Material abgestellt, der Drahtzaun sei defekt und die Bepflanzung verwildert, schreibt der SP-Gemeinderat in seiner Anfrage an den Stadtrat. Und weiter: «Durch die Wildnis sind die Sichtverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer behindert, durch das Lagern von Altstoffen und Fahrzeugen wird der Boden verunreinigt und der Anblick verärgert die Dübendorfer Einwohnerschaft.»

Vorwürfe von Links-grün

Zobrist kommt zum Schluss: «Die Lücke an der Wallisellenstrasse ist ein Schandmal der Dübendorfer Politik.» Damit bezieht er sich nicht nur auf den aktuellen Zustand der Brache, sondern auch darauf, wie es dazu kommen konnte. So liess die Stadt 2016 das fast 200-jährige Haus an jener Stelle abreissen mit der Begründung, es sei akut einsturzgefährdet.

SP und Grüne bezeichneten den Abriss damals als «Nacht- und Nebel-Aktion» und warfen den Verantwortlichen der Stadt eine «Aushebelung der Justiz» vor. Auch der Zürcher Heimatschutz sprach von Versäumnissen und rügte, dass durch Untätigkeit schützenswertes Inventar zerstört worden sei, das man gut hätte retten können.

Als Parkplatz und Schuttablage verwendet

Zobrist fordert, dass das alte Bauernhaus in der Kernzone wieder aufgebaut werden müsse, da es unter Schutz gestellt worden sei. Ob und wie es auf dem Stück Land weitergeht, kann der Stadtrat auf Anfrage von Zobrist derzeit allerdings nicht sagen. Auch sei nicht vorgesehen, dass die Anwohner durch den Stadtrat speziell informiert würden, da es sich nicht um ein städtisches Grundstück handle.

Der Stadtrat bestätigt in seiner Antwort, dass die Brache nach dem Abbruch des alten Hauses im Jahr 2016 unerlaubterweise als Parkplatz und Schuttablage verwendet wurde. Weil der Grundeigentümer nicht dagegen vorgegangen sei, habe die Abteilung Hochbau eine Umzäunung des Grundstücks veranlasst. Danach habe sich die Situation verbessert, Meldungen über Störer oder Verstösse gegen Vorschriften habe es nicht mehr gegeben.

Die aktuelle Situation an der Wallisellenstrasse 24 bewertet der Stadtrat weitaus weniger dramatisch als Zobrist. Ein Kontrolle habe ergeben, dass der Bewuchs des Grundstücks die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht tangiere.

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