Die Silbergrueb war keine Goldgrube
Am Rande der Mönchaltorfer Überbauung Silbergrueb steht ein Chalet. Es gehört Ralf Stadelmann, der das Holzhaus als Restaurant für die Bauarbeiter des Grossprojekts aufgestellt hatte. Doch Stadelmann will seine Baustellenkantine nicht mehr haben. Über Facebook sucht er Käufer oder Mieter fürs Chalet, die Küche und das Partyzelt. «Leider ist die Idee nicht so aufgegangen, wie ich es mir vorgestellt habe», schrieb er auf Facebook. Gegenüber «Züriost» will Stadelmann keine Auskunft geben.
Euphorischer Anfang
Kurz vor der Eröffnung vor rund eineinhalb Jahren war er richtig euphorisch und sagte zu «Züriost»: «Ich hoffe, dass sie uns am ersten Tag nicht gleich die Bude einrennen werden. Innen haben wir für maximal 40 Personen Platz.»
Stadelmann gehört eine Elektro-Installationsfirma in Mönchaltorf. Das Chalet hatte er von einem befreundeten Schreiner. Den danebenliegenden Imbissanhänger, der als Küche dient, hat er im Internet gekauft.
Wo die Bauarbeiter essen
2017 begannen die Arbeiten an der Überbauung Silbergrueb. Als sich morgens Heerscharen von Bauarbeitern über die Grossbaustelle verteilten, roch Stadelmann ein gutes Geschäft. So sagte er zu «Züriost»: «Es sind sicher immer 70 bis 80 Bauarbeiter auf der Baustelle. Da fragte ich mich, wo diese Leute alle Essen gehen.»
Ein Elektriker wird zum Baustellen-Wirt
30.10.2017

Er führt eine Elektrofirma in Mönchaltorf. Eigentlich. Beitrag in Merkliste speichern Offensichtlich assen sie nicht im Chalet. Erhofft hatte sich Stadelmann beim Start, dass die Bauarbeiter seine Mittagsmenus für 13 Franken kauften.
Doch die Küche bleibt kalt. Nun ist ein ausgebleichtes Plastikband um das Chalet, den Imbissanhänger und das Partyzelt gezogen. Auf Facebook steht in Grossbuchstaben die eindeutige Abschiedsnachricht: «Die Silbergrueb ist geschlossen. Tschüss und danke dir!»
