«Der wöchentliche Arbeitsaufwand betrug schnell mal 80 Stunden. In Zukunft möchte ich mir jedoch wieder mehr Zeit für meine Familie und Freunde nehmen.» Das schrieb Sämi Knill, der Geschäftsleiter der Wirtschaft zur Oberen Mühle, Ende Jahr den Mitgliedern des Stiftungsförderungsvereins in einem Brief. Ende Februar nun hat Knill den Betrieb eingestellt. «Wir bedauern den Entscheid sehr», sagt Rolf Hiltebrand, der Leiter der Oberen Mühle. «Ich kann es aber verstehen, die Präsenzzeiten waren tatsächlich sehr lang, er hatte hier eine intensive Zeit.»
Knill und «sein» Koch Lars Kühn haben nicht nur die Gäste bewirtet, sondern nebenbei auch ein kleines Kulturangebot aufgezogen. So gab es den Piano- und Gitarrenabend sowie regelmässig eine Stubete mit Tanz. «Wir versuchen, diese Formate nach Möglichkeit weiterzuführen», sagt Hiltebrand. Die Stubete etwa werde es weiterhin geben.
Wie in Zürich, aber anders
Wer die Wirtschaft übernehmen wird, ist schon seit einiger Zeit geklärt. Man habe den Betrieb auf einer gängigen Gastro-Plattform ausgeschrieben und sich schliesslich für Désirée Eggli, die Wirtin und Besitzerin des Restaurants Rubina in Zürich, entschieden. Das «Rubina» bietet gutbürgerliche Schweizer Küche mit leichtem französischem und italienischem Einschlag zu Züri-Preisen, ist also nicht ganz günstig.
«Das ist sicherlich ein guter Preis.»
Rolf Hiltebrand, Leiter Obere Mühle

