Nach dem Prinzip « steter Tropfen höhlt den Stein » trägt BPU-Gemeinderat Paul Stopper immer wieder die gleichen Änderungsvorschläge für die Ustermer Buslinien an den Stadtrat. «30 Jahre lang versuche ich schon, mit mehreren Eingaben den Fahrplan zu ändern», sagt Stopper. Insgesamt neun Eingaben machte er kürzlich als Präsident der Vereinigung «Pro Oberland» zum «ZVV-Verbundfahrplan 2020 – 2021». Zwei davon sind neu (siehe Grafik).
Ein wenig untypisch für ÖV-Freund Stopper ist sein Antrag mit dem er die Fahrfrequenz der Buslinie 817 zur Schifflände am Greifensee reduzieren will. Er bezeichnet den Viertelstundentakt als «zu dicht». Stopper sagt: «Zwar befürworte ich eine gute Erschliessung zum See, ein Überangebot schadet jedoch dem Ansehen des öffentlichen Verkehrs, weil leere Fahrzeuge dem Steuerzahler nicht verständlich gemacht werden können.»
Seestrasse noch ohne Haltestelle
Der Bus 817 soll nach Stoppers Idee zudem auf einer anderen Strecke durch Uster fahren. So soll die Linie wie früher vom Bahnhof über die Post- und Seestrasse und die Haltestelle Wil bis zum See geführt werden. «Die vielen neuen Wohnhäuser verdienen es, vom Bus anständig erschlossen zu werden», sagt Stopper. Es sei nicht zu verkennen, dass die «buslose» Seestrasse in einigen Abschnitten in den letzten Jahren eine starke Entwicklung erlebt habe. Neben dem Restaurant Falken solle deshalb eine neue Haltestelle Falken entstehen, um die Erschliessung der Wohngebiete zu verbessern.

