Lyrik über schlaffe Schläuche
BPU Gemeinderat Paul Stopper ist ein ausdauernder Redner. Immer wieder kam es vor, dass der erfahrene Parlamentarier länger als erlaubt am Rednerpult stand. Vorsorglich hatte er deshalb bei der Debatte zum Gerichtsplatz-Areal am Montagabend um eine dreiminütige Redezeitverlängerung gebeten. Per Abstimmung wurde dieser stattgegeben.
«Entschuldigung, Paul. Fahr fort»
Markus Hauser, Stadtweibel Uster
Offenbar hatte Stopper an diesem Tag aber ein nicht ganz so ausgeprägtes Zeitgefühl oder vergessen, dass sich üblicherweise Ratspräsident Matthias Bickel (FDP) um die Einhaltung der Sprechzeit kümmert. Denn ein paar unbedachte Räusperer von Stadtweibel Markus Hauser liessen Stopper jäh seine Rede unterbrechen – in der Annahme, die Redezeit bereits überschritten zu haben. Der sich hinter ihm befindende Hauser winkte ab: «Entschuldigung, Paul. Fahr fort».
Poet Sägesser
FDP Gemeinderat Richard Sägesser fand er vor der Ratssitzung noch Zeit sowohl ein umfassendes Referat zu seiner Motion zum Bildungszentrum in Uster zu verfassen als auch tief in die literarische Gattung der Lyrik einzutauchen. Mit einem Gedicht zu Ehren von Ratspräsident Matthias Bickel (FDP), der zum letzten Mal auf dem Bock eine Sitzung leitete, beendete Sägesser unter Belustigung der Zuhörer die Debatte zum Velopumpen-Geschäft. Zwei Auszüge: «Worin, bitte, so die einen, besteht denn hier die Staats-Aufgabe?
Schlaffe Schläuche zu füllen, ist Privatsache, ohne staatliche Zugabe.»
« Auch die SVP steigt jetzt um und lässt sich nicht lumpen,
alle Frauen und Mannen sollen jetzt ihre Velos pumpen.»
