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Anfängliche Verwirrung um S26

Seit heute liegen die Fahrpläne des ZVV für die Periode 2020/2021 öffentlich auf. Für die S26 sind dabei überraschenderweise keine Änderungen vorgesehen, obwohl sie ab Dezember 2019 auch zwischen Bauma und Rüti halbstündlich verkehrt.

Die S26, hier beim Bahnhof Saland, wird ab Dezember bis nach Rüti halbstündlich verkehren., Die S11, hier am Bahnhof Wila, soll weiterhin zu den Stosszeiten ins Tösstal fahren.

Massimo Diana

Anfängliche Verwirrung um S26

Im Dezember 2019 ist Fahrplanwechsel. Die geplanten Änderungen im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) sind seit heute auf dessen Website publiziert. Auf den ersten Blick irritiert, dass bei der S26 angegeben ist, dass ihr Angebot in der nächsten Fahrplanperiode keine Änderung erfahren wird.

Bereits seit längerem ist nämlich klar, dass im Dezember 2019 der Halbstundentakt auch auf der Strecke Bauma-Rüti eingeführt wird. Aufgrund von Einsprachen hat sich dieser verzögert. Momentan wird der Bahnhof Tann-Dürnten umgebaut und zwischen Wald und Rüti verkehren Ersatzbusse (wir berichteten).

ZVV gibt Entwarnung

Stefan Kaufmann, Mediensprecher des ZVV, gibt diesbezüglich sogleich Entwarnung: «Die S26 wird definitiv im Dezember 2019 auch zwischen Bauma und Rüti halbstündlich eingeführt.» Dass der aktuell aufgelegte Fahrplan von keiner Änderung bei der S26 spricht, könne zwar ein wenig verwirrend sein, räumt Kaufmann ein. Dies habe jedoch rein formalistische Gründe.

«Die halbstündliche S26, auch zwischen Bauma und Rüti, war Teil der letzten Fahrplanauflage und ist somit bereits bewilligt.»
Stefan Kaufmann, Mediensprecher ZVV

«Die halbstündliche S26, auch zwischen Bauma und Rüti, war Teil der letzten Fahrplanauflage und ist somit bereits bewilligt.» Im Rahmen der Fahrplanauflage weise der ZVV ausserdem immer daraufhin, dass die Massnahmen, die Infrastrukturausbauten oder -anpassungen benötigen, unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur stehe.

Leicht verwirrt über obigen Sachverhalt war auch Ralf Wiedenmann, Präsident der Interessengemeinschaft (IG) Tösstallinie. Er hat dem ZVV deshalb bereits eine Email-Nachricht geschickt, dass bei der S26 doch ein Hinweis hinzugefügt werden solle, dass diese ab Dezember auch zwischen Bauma und Rüti halbstündlich verkehrt.

Minime Änderungen im Tösstal

Grundsätzlich soll der Fahrplan der kommenden zwei Jahre «in erster Linie die Änderungen der letzten Fahrplanwechsel festigen und so sicherstellen, dass die Fahrgäste weiterhin pünktlich und zuverlässig im ZVV reisen», heisst es in einer Mitteilung des ZVV zur Fahrplanauflage. Übersetzt bedeutet das: Tendenziell weniger Ausbau, sondern mehr Stabilisierung der bestehenden Linien.

Die minimen Änderungen spiegeln sich auch im Tösstal wieder. Beispielsweise sollen die ersten Kurse am Morgen des Busses 825 in Richtung Bahnhof Pfäffikon neu bereits ab Bahnhof Turbenthal verkehren und nicht wie heute ab der Haltestelle Wildberg, Alte Post. Dasselbe gilt in entgegengesetzter Richtung für die letzten Kurse. Auf der Postauto-Linie 833 vom Bahnhof Pfäffikon nach Wila soll der Kurs kurz nach Mittag ins reguläre Verbundangebot aufgenommen werden.

Des Weiteren soll ab Fehraltorf eine neue Nachtbuslinie eingeführt werden, die über Russikon – Turbenthal – Wila – Bauma nach Hittnau führt.

S11 weiterhin nur zu Stosszeiten

Keine Änderung erfährt die S11. Sie wird gemäss Fahrplanauflage weiterhin nur zu Stosszeiten bis nach Wila fahren ohne Halt in Rämismühle. IG-Präsident Ralf Wiedenmann bleibt auf Anfrage dazu gelassen. Man müsse realistisch sein, was den Wunsch nach einer ganztägigen S11 betrifft, gerade hinsichtlich deren Auslastung tagsüber.

Die IG wird nun zuerst intern über den neuen Fahrplan beraten. In einem zweiten Schritt wird sie zusammen mit den Tösstaler Gemeinden mögliche Änderungswünsche besprechen.

Fahrplanverfahren
Die geplanten Fahrpläne des ZVV von Dezember 2019 bis Dezember 2021 können unter www.zvv.ch/fahrplanverfahren aufgerufen werden. Es sind nur die Fahrpläne derjenigen Linien dargestellt, für die Änderungen geplant sind. Die öffentliche Auflage der geplanten Angebotsänderungen dauert noch bis am 29. März 2019. Änderungswünsche können bis zu diesem Tag schriftlich ausschliesslich bei der Wohngemeinde eingereicht werden. Nach Abschluss der öffentlichen Auflage werden die Gemeinden, die Verkehrsunternehmen und die Regionalen Verkehrskonferenzen alle eingegangenen Begehren prüfen und beurteilen. Anschliessend legt das zuständige Verkehrsunternehmen dem ZVV allfällige Anpassungen vor. Darauf unterbreitet der ZVV den Fahrplan 2020/21 dem Verkehrsrat zur Genehmigung.

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