Hochleistungs-Sessellifte, planierte Skipisten, wärmeregulierende Funktionskleidung und Skier, die fast von alleine fahren: Das alles gab es noch nicht, als der Skiclub Dübendorf gegründet wurde. Das war 1934. Damals fuhren die Dübendorfer Skipioniere am Samstag nach Feierabend mit dem Zug nach Flums, stiegen zwei Stunden hinauf zur Skihütte, wo erst einmal eingeheizt und gekocht wurde. Am Sonntagmorgen ging es mit Fellen hinauf in Richtung Gipfel, erst dann konnte die lange Abfahrt genossen werden. So schreibt es Ferdinand Schäfer in einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins.
Schäfer ist der letzte Präsident des Skiclubs Dübendorf, oder besser war, denn der Verein wurde letzte Woche von den 42 anwesenden Mitgliedern an der Generalversammlung offiziell aufgelöst. «Einstimmig», wie Schäfer sagt. Dabei gehörte der Skiclub in seinen besten Zeiten mit bis zu 150 Mitgliedern zu den grössten Dübendorfer Vereinen. «Wir führten Skitouren durch, es gab Skirennen und im Februar war das Clubhaus Sunneschy in Flumserberg eine Woche nur für Mitglieder reserviert. Dann fuhren die Dübendorfer mit zwei Cars zusammen in die Berge.»
Immer weniger Freiwillige
Doch schliesslich ereilte den Skiclub das gleiche Schicksal wie viele andere Vereine auch: Die Mitglieder wurden älter, es kamen keine Jungen nach. Dazu kam, dass die Skigebiete immer besser individuell mit dem Auto erreichbar waren und das Clubhaus damit an Bedeutung verlor. «Es war auch immer schwieriger, Freiwillige für den Frondienst zu finden», erinnert sich Schäfer. Moos vom Dach kratzen, Holz spalten, die Zufahrtsstrasse instand halten: All das wurde mit zunehmendem Alter der Mitglieder auch nicht leichter.
«Für weitere Treffen braucht es ja keinen Verein.»
Ferdinand Schäfer, letzter Präsident des Skiclubs

