«Diesem unmenschlichen Umgang mit Sozialhilfebezüger*innen muss ein sofortiges Ende gesetzt werden», begründet die Juso Zürcher Oberland ihre Petition, welche sie am Freitag lanciert hat. Konkret geht es um die «Missstände» auf dem Dübendorfer Sozialamt.
«Es gibt immer wieder Leute, die auf dem Dübendorfer Sozialamt schikaniert werden», sagt Leandra Columberg. Sie spricht von einem «unwürdigen Umgang» mit Bedürftigen, die teils monatelang auf ihr Geld warten müssten oder mit «widerrechtlichen Zahlungsaufforderungen» konfrontiert würden. Columberg bezieht sich dabei auf einen Artikel im «Tages-Anzeiger», der anhand zweier Beispiele über die «Schikane» auf dem Sozialamt Dübendorf schreibt.
«Wir wollen Druck machen»
Columberg, die selber in Dübendorf wohnt und Mitglied der örtlichen SP ist, äussert sich resigniert darüber, dass es im Sozialbereich keine Verbesserungen gegeben habe. Einen Teil der Schuld gibt sie dafür der Leiterin des Sozialamts.
Diese hat vor gut zweieinhalb Jahren einen Post der rechtsextremen NPD geteilt. «Wir haben gehofft, dass die öffentliche Empörung darüber zu einer Kündigung führen würde, aber sie wurde von den Verantwortlichen gedeckt und in Schutz genommen.» Auch die Schaffung einer Ombudsstelle habe letztlich keine wesentlichen Änderungen gebracht.

