«Mänätschmänt: Möchemer sälber. So guet laufts jetzt au wieder nonig.» Roland und Matthias Portmann müssen wohl bald die Kontaktangaben auf ihrer Website anpassen. Denn die beiden Komiker aus Pfäffikon haben als Duo «Die Zwillinge» im Januar den Comedy Club Award gewonnen und dürfen mit «Das Zelt» auf Tournee. So langsam haben sie diesen Schock verdaut. «Als im Finale unser Name genannt wurde, war unser erster Gedanke: Jaaa, gewonnen! Und der Zweite: Wie sollen wir das alles unter einen Hut kriegen?», sagt Matthias Portmann. Beide sind Familienväter und arbeiten Vollzeit – Matthias Portmann als Kantonspolizist, Roland Portmann als Leiter Kommunikation bei Schutz&Rettung Zürich.
Ihren ersten grossen Auftritt hatten die Zwillinge in Pfäffikon bei der Chesselhuus-Einweihung vor vier Jahren. «Die Erlebnisse als Zwillinge sind die Grundbausteine unserer Auftritte», sagt Matthias Portmann. Ein nachhaltiges Konzept? «Vielleicht hat das Publikum auch irgendwann genug von Zwillings-Witzen», sagt Roland Portmann. «Das werden wir aber merken und uns stetig weiterentwickeln. Es gibt noch andere Rollen und Witze, die wir auf Lager haben.»
«Wir proben derzeit zwischen Wärmelampen und Akupunkturnadeln.»
Roland Portmann
Regelmässig werden sie für private Anlässe oder Generalversammlungen gebucht. «Oft fragen wir im Vorfeld nach internen Erlebnissen und Anekdoten nach, die wir dann in unser Programm verpacken – das kommt immer gut an», sagt Matthias Portmann. Neben der «Zelt»-Tournee stehen auch in diesem Jahr schon diverse gebuchte Abende an. Darum sind die Zwillinge auf der Suche nach besser geeigneten Proberäumen. Denn bisher studierten sie ihr Programm in der TCM-Praxis einer Kollegin ein – «zwischen Wärmelampen und Akupunkturnadeln», wie es Roland Portmann ausdrückt.
Die beiden treffen sich regelmässig, um neue Ideen auszutauschen. «Diese kommen bei Erlebnissen im Alltag, beim Einschlafen, Duschen oder auf dem WC», erzählt Matthias Portmann. Bei den Treffen wird dann gemeinsam an den Pointen gefeilt. Natürlich würden auch Erlebnisse aus dem Familienalltag in die Auftritte einfliessen. «Aber wenn ich Witze über Frauen oder das Eheleben mache, bin ich voll in einer Rolle drin und denke nicht einmal an meine eigene Frau», sagt Matthias Portmann und lässt offen, ob die Anekdoten jeweils überhaupt wahr seien.

