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Die Aathaler Bahnhofstreppe bröckelt

Die Fussgängertreppe von der Gstalderstrasse in Aathal hinunter aufs SBB-Perron ist in schlechtem Zustand. Der Gemeinderat liess den Bau überprüfen und stellte noch weiteren Handlungsbedarf fest.

In die Jahre gekommen: Die Treppe von der Gstalderstrasse aufs Perron in Aathal., Seit 1991 gab es keine Kontrolle an Treppe und Brücke mehr., Laut Gemeinde ist insbesondere die Treppe sanierungsbedürftig., Eine Sperrung des Bereichs unter der Treppe könnte zum Thema werden., Auch die Brücke über die Gelese ist teils marode., Gewisse Stellen seien erodiert, sagt Gemeindepräsident Marco Pezzatti.

David Kilchör

Die Aathaler Bahnhofstreppe bröckelt

28 Jahre ist es her, seit der Kanton die Brücke über die SBB-Geleise an der Gstalderstrasse inklusive Treppe aufs Perron ins Portfolio der Gemeinde Seegräben übertrug. Damals fand die letzte Kontrolle am Betongebilde statt. Unterdessen hat sich gezeigt, dass die Brücke in die Jahre gekommen ist. «Es gibt einige Stellen, an denen die Treppe Schäden aufweist», sagt Gemeindepräsident Marco Pezzatti (FDP).

Aus diesem Grund liess der Gemeinderat die Treppe und auch gleich die gesamte SBB-Überführung unter die Lupe nehmen. Der Gemeinderat habe sich ein Bild vom gesamten Bauwerk verschaffen wollen, schreibt die Behörde. «Wir stellten zudem fest, dass die regelmässige Prüfpflicht ohnehin angestanden wäre», so Pezzatti. Die Erkenntnis: Es gibt zwar keine gravierenden Mängel, aber eine Sanierung wird mittelfristig unumgänglich sein.

«Die Situation ist im Moment noch harmlos.»

Marco Pezzatti, Gemeindepräsident Seegräben

Pezzatti, der auch dem Tiefbauressort vorsteht, spricht von Schäden im untergeordneten Bereich. «Die Situation ist im Moment noch harmlos.» Die Mängel am Hauptbau beträfen die Bausubstanz. «Die Überführung besteht aus Betonelementen, bei denen sich an den Fugenstellen teils Korrosion bemerkbar macht.» Selbiges gelte auch für die Treppe.

Nicht lange warten

Laut Gemeinderatsmitteilung gebe es indes keine statischen Mängel, auch die Tragsicherheit der Brücke sei gemäss Normen gegeben. Die festgestellten Mängel könnten jedoch mittelfristig die Gebrauchstauglichkeit der Überfürung einschränken. Allzu lange könne man mit einer Sanierung nicht zuwarten, zumal sich dadurch der Kostenauwand wie auch das Risiko bezüglich Tragsicherheit erhöhen würde.

«Wir wollen früh genug budgetieren können.»

Marco Pezzatti

Der Gemeinderat will nun die Kosten überschlagen, bevor er eine etappierte Sanierung initiiert. Daher hat er einen Instandstellungsplan für 28’000 Franken in Auftrag gegeben. «Klar ist bereits: Die Treppe lässt sich flicken. Aber die Kosten dürften allein für diesen Teil der Sanierung schon relativ hoch sein», so Pezzatti. «Deshalb wollen wir früh genug budgetieren können.»

Sanierung frühestens nächstes Jahr

Die Kostenschätzung erwartet der Gemeinderat dieses Jahr, um anschliessend frühestens nächstes Jahr die Sanierung budgetieren zu können. Sollte sich der Zustand der Treppe verschlechtern, könne eine Absperrung darunter in Betracht gezogen werden, sagt Pezzatti. Das Problem: «Kleinere Abplatzungen könnten herunterfallen.»

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