Die Aathaler Bahnhofstreppe bröckelt
28 Jahre ist es her, seit der Kanton die Brücke über die SBB-Geleise an der Gstalderstrasse inklusive Treppe aufs Perron ins Portfolio der Gemeinde Seegräben übertrug. Damals fand die letzte Kontrolle am Betongebilde statt. Unterdessen hat sich gezeigt, dass die Brücke in die Jahre gekommen ist. «Es gibt einige Stellen, an denen die Treppe Schäden aufweist», sagt Gemeindepräsident Marco Pezzatti (FDP).
Aus diesem Grund liess der Gemeinderat die Treppe und auch gleich die gesamte SBB-Überführung unter die Lupe nehmen. Der Gemeinderat habe sich ein Bild vom gesamten Bauwerk verschaffen wollen, schreibt die Behörde. «Wir stellten zudem fest, dass die regelmässige Prüfpflicht ohnehin angestanden wäre», so Pezzatti. Die Erkenntnis: Es gibt zwar keine gravierenden Mängel, aber eine Sanierung wird mittelfristig unumgänglich sein.
«Die Situation ist im Moment noch harmlos.»
Marco Pezzatti, Gemeindepräsident Seegräben
Pezzatti, der auch dem Tiefbauressort vorsteht, spricht von Schäden im untergeordneten Bereich. «Die Situation ist im Moment noch harmlos.» Die Mängel am Hauptbau beträfen die Bausubstanz. «Die Überführung besteht aus Betonelementen, bei denen sich an den Fugenstellen teils Korrosion bemerkbar macht.» Selbiges gelte auch für die Treppe.
Nicht lange warten
Laut Gemeinderatsmitteilung gebe es indes keine statischen Mängel, auch die Tragsicherheit der Brücke sei gemäss Normen gegeben. Die festgestellten Mängel könnten jedoch mittelfristig die Gebrauchstauglichkeit der Überfürung einschränken. Allzu lange könne man mit einer Sanierung nicht zuwarten, zumal sich dadurch der Kostenauwand wie auch das Risiko bezüglich Tragsicherheit erhöhen würde.
«Wir wollen früh genug budgetieren können.»
Marco Pezzatti
Der Gemeinderat will nun die Kosten überschlagen, bevor er eine etappierte Sanierung initiiert. Daher hat er einen Instandstellungsplan für 28’000 Franken in Auftrag gegeben. «Klar ist bereits: Die Treppe lässt sich flicken. Aber die Kosten dürften allein für diesen Teil der Sanierung schon relativ hoch sein», so Pezzatti. «Deshalb wollen wir früh genug budgetieren können.»
Sanierung frühestens nächstes Jahr
Die Kostenschätzung erwartet der Gemeinderat dieses Jahr, um anschliessend frühestens nächstes Jahr die Sanierung budgetieren zu können. Sollte sich der Zustand der Treppe verschlechtern, könne eine Absperrung darunter in Betracht gezogen werden, sagt Pezzatti. Das Problem: «Kleinere Abplatzungen könnten herunterfallen.»
