ZKB zieht aus Dübendorf weg
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gibt ihr Verwaltungsgebäude Ringhof an der Ecke Industrie- und Ringstrasse in Dübendorf auf. Die Bank hat den zweiteiligen Bürohaus-Komplex an das St. Galler Immobilienunternehmen Mettler-2-Invest AG verkauft.
800 Arbeitsplätze ziehen weg
Gemäss der ZKB werden damit die 750 Arbeitsplätze am Standort nach Zürich verlegt und in den anderen Bank-Standorten Hard, Steinfels oder City integriert. Laut ZKB-Sprecher Yannik Primus geschieht diese Zentralisierung aus organisatorischen Gründen. Die Bank werde den Standort Dübendorf allerdings erst im Jahr 2020 definitiv aufgeben.
Die Filiale im Zentrum Dübendorfs dürfte bis auf weiteres bestehen bleiben: «Derzeit sind keine weiteren Anpassungen am Filialnetz geplant», sagt Primus.
Verkauft an Immobilienfirma
Die neue Eigentümerin will noch nicht verraten, was sie mit dem kürzlich gekauften Objekt vorhat. Es sei noch zu früh, etwas dazu zu sagen, man befinde sich noch in der Projektphase, heisst es bei Mettler-2-Invest.
Das zur Verfügung stehende Grundstück ist mit fast 12‘000 Quadratmetern fast doppelt so gross wie die Grundfläche der in der Nähe liegenden Samsung-Hall.
Mettler-2-Invest erstellt Grossprojekte wie Wohnüberbauungen oder Geschäftshäuser. Sie ist für den Bau eines 148-Zimmer-Hotels in Davos verantwortlich, realisiert das neue Forschungslabor der Givaudan in Kemptthal. Zudem will sie in Pfäffikon ein 2000 Quadratmeter grosses Areal, das sie 2018 den SBB abgekauft hat, mit neuen Wohnungen überbauen.
Hochhaus möglich
Gemäss Felix Brägger, stellvertretender Leiter Hochbau der Stadt Dübendorf, dürfen in der Zentrumszone, der der Ringhof zugeordnet ist, grundsätzlich Hochhäuser gebaut werden. Er weist aber auch darauf hin, dass man in Dübendorf nicht unendlich in die Höhe bauen darf: Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) begrenzt die mögliche Gebäudehöhe auf 120 Meter. Wie beim neben dem Ringhof geplanten Hochhaus-Projekt Three-Point wäre dafür allerdings ein von Stadt und Kanton genehmigter Gestaltungsplan und eine Baubewilligung vom Stadtrat erforderlich.
Brägger betont aber: «Je weiter nach oben man bauen will, desto höher sind die Anforderungen an das Projekt.» Brägger denkt dabei in erster Linie an die Auflagen für Brandschutz und Schattenwurf.