Ein Besuch auf der mobilen Version der Website der Stadt Dübendorf ist wie eine Zeitreise in die frühen 2010er-Jahre, was im digitalen Zeitalter ein gewaltiger Sprung rückwärts ist: tristes Formular-Design, keine Vorlesefunktion, die Schrift lässt sich nicht vergrössern, Informationsgehalt und Nutzungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt im Vergleich zur der Desktop-Version.
Doch auch die Internetseite, die man mit PC oder Laptop aufruft, wirkt bieder und wenig inspiriert – und taugt deshalb kaum als Visitenkarte für die Stadt und ihre Verwaltung.
Kritik der Grünen
Von politischer Seite gab es bereits vor zweieinhalb Jahren Kritik an www.duebendorf.ch. So bemängelten die Grünen in einer Interpellation, dass die städtische Website von sehbehinderten Personen nicht genutzt werden könne. Sie beriefen sich dabei auch auf einen Artikel im ZO/AvU, für den die Stiftung «Zugang für alle» zahlreiche Gemeinde-Websites untersucht hatte; Dübendorf schnitt damals mit am schlechtesten ab.
Ende vergangenen Jahres doppelten die Grünen mit dem Postulat «Eine städtische Website für alle» nach. Mit ihrem Vorstoss fordern sie einen barrierefreien Zugang zu den Online-Informationen der Stadt und regen an, bei einer Neugestaltung auf ein sogenanntes responsive Design zu setzen, das sich automatisch dem Endgerät der User anpasst. Dadurch wäre es nicht mehr nötig, eine mobile und eine Desktop-Version zu unterhalten.

