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Eklat im Dübendorfer Alterszentrum

Daniel Guggisberg, der langjährige Direktor des Alters- und Spitexzentrums in Dübendorf, hat gekündigt. Als Grund gibt er Meinungsverschiedenheiten mit der politischen Vorgesetzten Jacqueline Hofer (SVP) an. Diese gibt sich bedeckt.

Gibt es im Alterszentrum mehr als nur eine Baustelle? Noch ist nicht klar, was konkret zum Abgang des Direktors geführt hat., Daniel Guggisberg, wie er den Besuchern der ASZD-Website einst entgegenblickte., Stadträtin Jacqueline Hofer Ende November an der Aufrichtfeier der zweiten Bauetappe. , Das war die Welt noch in Ordnung: Daniel Guggisberg (rechts) bei der Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau., Von links, in der damaligen Funktion: Stadtrat K. Spillmann, Gemeinderat H. Schmid, Stadtpräsident L. Ziörjen und D. Guggisberg., Ende 2019 soll der 40 Millionen Franken teure Erweiterungsbau fertig sein.

Thomas Bacher

Eklat im Dübendorfer Alterszentrum

15 Jahre lang war Daniel Guggisberg der Direktor des Dübendorfer Alters- und Spitexzentrums Dübendorf (ASZD), nun verlässt er die Institution – zwei Jahre vor seiner Pensionierung. In einem Schreiben an seine Mitarbeitenden, das Züriost vorliegt, begründet er seinen Schritt und erhebt Vorwürfe an die Adresse von SVP-Stadträtin Jacqueline Hofer. Diese wurde im Frühling in die Dübendorfer Regierung gewählt und übernahm die Nachfolge von Sozialvorstand Kurt Spillmann (SVP).

Unterschiedliche Grundhaltungen

«Zu meinem grossen Bedauern hat sich die Situation mit dem Wechsel der politischen Vorgesetzten in den letzten fünf Monaten für meine Funktion grundlegend geändert», schreibt Guggisberg. Er stelle fest, dass die Grundhaltung der politischen Vorgesetzten «diametral» zu seiner Grundhaltung stehe. Daher sehe er keine Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle aller Bewohnerinnen und Bewohnern des Zentrums und der gesamtem Belegschaft.

«Ich ziehe die Konsequenzen, bevor weiterer Schaden entsteht.»

Daniel Guggisberg, 15 Jahre lang Direktor des ASZD

«Geplant war, bis zu meiner Pensionierung 2021 alle offenen Projekte abzuschliessen», so Guggisberg. Doch nun ziehe er die Konsequenzen, bevor «weiterer Schaden» entstehe. Zusätzliche Informationen sind nicht erhältlich. Daniel Guggisberg hat sein Büro bereits geräumt, telefonisch ist er nicht erreichbar.

Jacqueline Hofer war «überrascht»

Die kritisierte Jacqueline Hofer gibt sich auf Anfrage bedeckt, sie könne aus personalrechtlichen und Datenschutzgründen nicht im Detail Auskunft geben. Zu den von Guggisberg beschriebenen Meinungsverschiedenheiten sagt sie nichts. Gemäss Hofer hat das Kündigungsschreiben die zuständige Sozialbehörde am 3. Januar erreicht, persönlich sei sie davon «überrascht» gewesen.

«Der ordnungsgemässe Betrieb des Alters- und Spitexzentrums war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet», sagt Hofer. «Es sind schliesslich alles hochqualifizierte Leute, die da arbeiten.» Weitere Kündigungen habe es nicht gegeben. Die Nachfolgeregelung für Guggisberg laufe «auf normalem Weg». Sprich: Die Stelle wird ausgeschrieben.

Interimistischer Leiter übernimmt

Für die interimistische Leitung des ASZD habe man bereits «eine sehr gute Lösung» gefunden, sagt Hofer. Dabei handle es sich um Victor Meli, der bisher in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens tätig gewesen sei – unter anderem während zwölf Jahren als Leiter eines Altersheims in Schmerikon.

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