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Politik

Betrieb einer Schenke als städtische Aufgabe?

Mit einer Anfrage will der Ustermer Gemeinderat Wolfgang Harder (CVP) vom Stadtrat Klarheit zu dessen Plänen bei der Unteren Farb. Dort will dieser einen Gastrobetrieb einrichten, was Harder nicht als Aufgabe der Stadt sieht.

Betrieb einer Schenke als städtische Aufgabe?




«Ist es die Aufgabe der Stadt Uster, in der Unteren Farb eine Schenke zu bauen und zu betreiben?»




Wolfgang Harder, Gemeinderat Uster (CVP)

Ob Streichelzoo oder Naturzentrum: Verschiedene Begehrlichkeiten zur Nutzung der denkmalgeschützten Liegenschaft Untere Farb wurden schon aus dem Ustermer Gemeinderat an die Stadt herangetragen. Doch bis jetzt bleibt der Gestaltungsplan bestehen, den der Gemeinderat 2016 festgesetzt hat (siehe Box). Gemäss diesem sollen in der Unteren Farb das Stadtarchiv sowie Büros eigerichtet werden. Hinzu kommt ein «Gastronomieangebot mit Schenke» – eine Kneipe mit Biergarten soll es werden.

Die Untere Farb in Uster

Die über 300­-jährige ehemalige Blaufärberei Untere Farb ist im Eigentum der Stadt Uster und steht unter Denkmalschutz. Heute wird die Liegenschaft kaum genutzt; der Wohnteil ist in einem schlechten baulichen Zustand, die Scheune dient als Lager. Der Stadtrat wollte 2016 in seinem Gestaltungsplan das Stadtarchiv sowie Büros darin einrichten. Hinzu kommt ein «Gastronomieangebot mit Schenke». Der Gemeinderat genehmigte dieses Vorhaben, allerdings kam gegen den Beschluss das Volksreferendum zustande. Die Volksabstimmung wurde im Mai 2017 durchgeführt, das Stimmvolk genehmigte den Gestaltungsplan mit 59 Prozent Ja-Stimmen. Doch eine Beschwerde beim Bezirksrat wurde gutgeheissen: Der Stadtrat habe die Stimmberechtigten in der Abstimmungsweisung «falsch und unvollständig» informiert. Die Konsequenz: Die Abstimmung soll am 19. Mai wiederholt werden.

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