Abo

Politik

Kaum Sprünge mit den Steuerfüssen

Die Steuerfüsse in den Gemeinden der drei Bezirke Hinwil, Pfäffikon und Uster bleiben ziemlich stabil. Fünf Gemeinden können den Satz auf 2019 hin reduzieren. Nur drei müssen ihn erhöhen – wobei in Bubikon noch offen ist, ob das wirklich geschehen soll.

Vor Jahresfrist bewegte sich der Steuerfuss fast jeder dritten der 31 Gemeinden im Oberland – mehrheitlich nach oben. Nach Saisonabschluss der Budgetgemeindeversammlungen präsentiert sich das Bild diesmal deutlich harmonischer: Nur in acht Orten wird sich der Satz verändern. In Dübendorf, Schwerzenbach, Hittnau, Wildberg und Lindau dürfen sich die Einwohner im 2019 über eine Steuersenkung freuen. In letzterer Gemeinde geht der Satz gleich um fünf Prozentpunkte runter. Zehn Jahre lang ist er dort stabil gewesen. Weil die anstehenden Investitionen mittelfristig finanzierbar sind, kann sich Lindau die Reduktion leisten.

Bubikon geht nochmals über die Bücher

Düsterer sieht es da in Greifensee, in Bauma und in Bubikon aus, die je eine Steuerfusserhöhung vorsehen. Gerade grosse Bauvorhaben sind es, die die Tösstaler Gemeinde Bauma herausfordern. Die Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderates denn auch ohne grosse Diskussion und hiessen eine Erhöhung um vier Prozentpunkte zu. Damit verliert die Gemeinde aber ihren bisher selbst propagierten Anspruch als steuergünstigste Gemeinde im Tösstal. Zell darf sich nun über diesen Titel freuen.

In Bubikon ist das letzte Wort zur Erhöhung noch nicht gesprochen. Der Gemeinderat will dort den Steuerfuss um fünf Punkte anheben. Die Gemeinde sei hoch verschuldet, unterstrich Finanzvorstand Thomas Illi (EVP) an der Budgetversammlung. Und eine externe Expertin hielt fest, dass Bubikon in den beiden Jahren 2016 und 2017 die Steuern nie hätte senken dürfen. Aus der Runde wurde eine geringere Steuerfusserhöhung, grössere Sparmassnahmen und eine massvolle Investitionsplanung verlangt – und das Budget zurückgewiesen. Nun muss die Exekutive nochmals über die Bücher und am 13. März einen neuen Voranschlag vorlegen. Bis dahin muss die Gemeinde mit einem Notbudget auskommen. Nur die unerlässlichen Ausgaben dürfen getätigt werden.

Fällander Schule weiss nicht mehr weiter

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?