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Adventsknistern in der alten Seidenfabrik

Am dritten Advent veranstalteten verschiedenste Kleinunternehmer ein Tag der offenen Tür auf dem Areal des Klangmaschinen Museums. Ob «Glüehmoscht», spezielle Weihnachtsgeschichten oder Jazz Sessions. Hauptsache die Besucher konnten sich aufwärmen.

Adventsknistern in der alten Seidenfabrik

Gleich neben dem Arealeingang riecht es nach Glühwein und frischer Pasta. Auf dem Vorplatz knistern ein paar Feuer in Schalen vor sich hin, unzählige Tannenbäumchen stehen da, doch Leute gibt es nur wenige zu sehen. Ein schöner Holzschlitten mit Sitzlehne steht einsam im Schnee. Es ist schlicht zu kalt. Für fünf Franken kann man sich bei «Jolys Pasta» eine frischzubereitete Portion Tagliatelle mit hausgemachtem Pesto ergattern. Bei Jolys sind auch die Meisten. Zur Mittagszeit eine die beliebte Anlaufstelle im Seidenhaus 1.

Links vom zweiten Stock herunter tönt ein kleines Jazzkonzert aus dem Atelier des Blechblasmusikinstrumenten-Reparateurs Martin Rettenmund. Ein paar Schritte weiter empfängt ein junges Paar und bietet heissen Punsch an. Aus dem hinteren Raum des Gebäudes – atmosphärisch angehaucht und spirituell asketisch eingerichtet – vernimmt man feine Gongklänge. Es ist das «Dreiklang Atelier» von Markus Koller. Am späteren Nachmittag findet in dieser Räumlichkeit eine Art Klangtherapie bei Adventsstimmung statt.

Geschichtenecke im Seidenhaus

Nur einen Stock höher betritt man die Räumlichkeiten der Songo GmbH. Modern eingerichtet, überall brennen helle Kerzen und verzierte Engel stehen auf den Fenstersimsen. Die Mitte des Raums ist in Halbkreisform bestuhlt, davor zwei dicke, rot-gepolsterte Sessel. Daneben stapeln sich ein paar Bücher.

«Wir von der Songo GmbH beschäftigen uns mit Persönlichkeits- und Führungsentwicklung. Mentales Coaching und persönliche Aspekte unserer Kunden herauszukitzeln ist unsere Aufgabe.» Diesen Sonntag folgte jedoch eine kurze Weihnachtsgeschichte ohne kitschiges Drumherum. Wie üblich drehte sich die Erzählung um Maria, Josef und das heilige Kind. Nur hatte sich an diesem Abend ein frecher Floh im Stroh des Stalls verirrt. Dieser springt dem kleinen Jesuskind in ein Ohr, da er sich vor den vielen Engelsflügelschlägen fürchtet, hüpft Vater Josef auf die Vorglatze und springt von da aus in die vor Engeln sichere Freiheit der dunklen Nacht.

Bunt durchmischt

Im Seidenspeicher hat das Ehepaar Gugler ihr modernes Atelier schön hergerichtet. Die Gugler Gmbh, erst neu auf dem Areal hinzugezogen, erstellt Farbkonzepte für Innenräume, bietet Bad-, Büro- und Innenausbauten und liefert Schreinerarbeiten auf Mass. Auch die Bauherrenberatung im Innenausbau gehört zu ihrem Metier.

Beim Durchschlendern des Ateliers kann sich jeder mit Glühmost aufwärmen. Von den Fenstern aus ist hingegen kein grosses Treiben auf dem so hübsch hergerichteten Innenhof zu erkennen. Alles huscht der Kälte wegen von einem warmen Raum zum anderen. Zwischendurch ist Zeit für einen kleinen Schwatz. Geniesst da eine warme Suppe und schaut sich dieses und jenes an.

Zum Beispiel die kleine Geschäftsstelle von Daniela Schmid namens «Mauklis – Besonderes mit Herz». Der Laden farbenfroh wie Kindergarten und gemütlich wie eine warme Stube. Abgestimmt verteilt liegen Dekorationsobjekte, gestrickte Mützen und Handschuhe auf. Gefühlt tausend verschiedene Farben. Eine kleine Adventswelt zum Einkaufen und ein idealer Ort, um sich die letzten Geschenke zuzulegen. Dann folgen schon das nächste Konzert und die nächste Weihnachtsgeschichte – «worüber das Christkind lachen muss».

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