Strassensanierung, Klimawandel und Steuerfuss
Als die Zeit schon fortgeschritten war, ging am Montagabend ein Raunen durch den Ustermer Gemeinderat. Verantwortlich dafür war Markus Ehrensperger (SVP), der im Namen der SVP/EDU-Fraktion eine Steuerfussreduktion um zwei Prozentpunkte auf 89 Prozent beantragte. Nicht nur das: Mit dem Antrag zur Namensnennung sollte jeder Gemeinderat Farbe bekennen und im Stadthaussaal sein Votum abgeben, wie viel die Ustermer Bevölkerung im nächsten Jahr an Steuern abgeben sollte.
«Es gibt auch dieses Jahr wieder Fraktionen, die aus Prinzip eine Steuererhöhung wollen.»
Stadtrat und Finanzvorstand Cla Famos (FDP)
So wurde auch für die Ustermer Zuschauer im Saal klar, zu welcher Steuerpolitik die einzelnen Gemeinderäte stehen. Nicht nur die rechte Fraktion war für eine solche «Zurschaustellung», auch Exponenten der SP machten das Spiel mit und stimmten für die Namensnennung. Weil eben diese SP zusammen mit den Grünen für eine Steuerfusserhöhung auf 93 Prozent war und der ursprüngliche Antrag des Stadtrates auf die unveränderten 91 Prozent ebenso zur Bewilligung vorlag, standen plötzlich drei Zahlen zur Abstimmung.
«Ohne Rücksicht auf andere wird mit dem Steuerhammer zugeschlagen.»
Gemeinderat Markus Ehrensperger (SVP)

