Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

Wetziker Kinderkleiderlabel etabliert sich im Outdoor-Bereich

Franz Bittmann (42) aus Seegräben ist der Gründer von «Namuk». Das Kinder Outdoor-Label mit Sitz in Wetzikon produziert seit acht Jahren Bekleidung für 1- bis 14-Jährige. Mit Erfolg.

Das Schweizer Kinder-Outdoor-Label gibt es seit 2010. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Firma Eleven.

PD

Wetziker Kinderkleiderlabel etabliert sich im Outdoor-Bereich

« Ich möchte jeden Tag so innovativ wie möglich sein » , sagt Franz Bittmann. Der 42-Jährige ist der Gründer von « Namuk » . Das Schweizer Kinder Outdoor-Label gibt es seit 2010. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Firma Eleven. Diese leitet der Seegräbner Franz Bittmann seit knapp 20 Jahren.

Angefangen hat Bittmann 1998. Der damals 21-Jährige produzierte Winterbekleidung für Erwachsene. « Ich hatte schon zu Schulzeiten meine eigene Snowboard-Ausrüstung genäht und immer wieder Anfragen von Kollegen bekommen, ihnen etwas Ähnliches zu machen » , sagt er. « Nachdem ich die ersten halbdutzend Jacken und Hosen produziert hatte, war ich allerdings mit der Kapazität am Ende und beschloss, die Sachen professionell herstellen zu lassen. »  Mit Erfolg – die Firma bediente in ihrer besten Phase 300 Läden in 17 Ländern. « Wir produzierten eine der innovativsten Bekleidungen in der Schweiz und hatten viele einzigartige Ideen. »  Zum Beispiel: einen Reissverschluss, um die Jacke und Hose zusammenzuzippen, damit das Ganze schneedicht ist oder Overalls mit Reissverschluss, damit man aufs WC gehen kann.

Kindergerechtes Outdoor-Label gesucht

Doch 2011 stellte das Team die Produktion derartiger Kleidung ein, « weil der Snowboard-Trend stetig nachliess » , so Bittmann. Stattdessen richtete die Firma ihre Aufmerksamkeit auf «N amuk » . « Wir bemerkten eine Marktlücke, als wir für unsere Kinder etwas Anständiges zum draussen Anziehen suchten und nichts fanden » , sagt er. « Die Designs von anderen Outdoor-Labels waren einfach überhaupt nicht kindgerecht. »  

«Unsere Produkte sind eine Investition»

Franz Bittmann, Gründer von «Namuk»

Kinder brauchen besondere Kleidung, weil sie gerne lange im Schnee spielen, rumtollen, rutschen, im Schnee sitzen. Für viele Produkte verwendet « Namuk »  ein Gewebe aus Bio Baumwolle, das in der Schweiz hergestellt wird. Die Fasern werden speziell weich gesponnen, gezwirnt und dann in höchstmöglicher Dichte verwoben. Das Resultat ist ein regenfestes, winddichtes und gleichzeitig atmungsaktives Produkt. Für andere Produkte wurde ein neuer Stoff entwickelt, zum Beispiel gewobene Daunen-Kammern. « Dadurch minimieren wir die Daunen-Migration, machen den Stoff ultraweich und, da wir ohne Steppnähte auskommen, komplett wasserabweisend. »

Qualität hat seinen Preis

Die Produkte kosten aufgrund der hohen Qualitätsansprüche mehr als Billigware. « Sie sind eine Investition » , sagt Bittmann. Und darauf steigen offenbar genügend Kunden ein. 80 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit Online-Verkäufen. Trotzdem sei es wichtig, dass Kunden die Produkte auch in einem Laden sehen, anfassen, anprobieren und kaufen können. Deswegen betreibt « Namuk »  einige kleine Pop-Up-Stores in Zürich und in diversen Skigebieten der Schweiz – Arosa, Lenzerheide und Flims – und arbeitet mit ausgesuchten Fachhändlern zusammen.

« Für uns ist entscheidend, dass die Fabrik ihr Handwerk versteht und unseren Qualitätsansprüchen genügt. »

Franz Bittmann, Gründer von «Namuk»

Produziert wird alles in Portugal und Asien. Bittmann erklärt, dass die Bekleidung in Asien gefertigt wird, da alle Stoffe und Zutaten in der Region produziert werden und das gesamte Know-how, um technische Bekleidung herzustellen, dort vorhanden ist. « Wir produzieren kleine Mengen und hochtechnische Produkte. Für uns ist entscheidend, dass die Fabrik ihr Handwerk versteht und unseren Qualitätsansprüchen genügt. Wir sind in jeder Fabrik mehrmals pro Jahr vor Ort, mit der Fabrik in Asien arbeiten wir seit 18 Jahren, in Portugal seit 8 Jahren » , sagt Bittmann. Die Lohnkosten, seien – für seine Produkte – in der Schweiz nicht höher als in diesen Ländern. Genaue Zahlen dazu müsse er allerdings ausrechen, direkt vorlegen könne er sie nicht. Tatsächlich lassen Textil-Hersteller meist in fernen Ländern produzieren, weil sie dort deutlich geringere Löhne zahlen. Und genau deswegen stehen dort Produktionsanlagen, die es hier nicht gibt.

Immer einen Schritt voraus

In der Schweiz arbeitet das « Namuk » – Designteam und hier befindet sich das Lager für den Vertrieb der Waren. Das Firmen-Hauptquartier ist in Wetzikon.

Produktions-Ideen entwickelt das Zürcher Oberländer Unternehmen oft aus Kunden-Anfragen. « Wir bekommen fast jeden Tag neue Anfragen, ob wir dieses oder jenes noch machen könnten » , sagt Bittmann. « Da versuchen wir mitzuhalten. »  Was wie auf den Markt kommt, basiere auf dem Feedback der Kinder – « unserer und anderer ».

Das Problem, das « Namuk »  jetzt hat, ist, dass das Unternehmen kopiert wird und deswegen versuchen muss, immer einen Schritt voraus zu bleiben. Dies geschehe durch stete Innovation, sagt Bittmann. « Hat man dann eine Idee, muss man sich überlegen: Macht sie wirklich Sinn? Hat das schon mal einer gemacht? Wieso hat das noch keiner gemacht? Können wir es besser machen? » Darum gehe es.  

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns