Am 5. Dezember wird an der Gemeindeversammlung in Greifensee unter anderem über das Traktandum zur Schulanlage Breiti befunden (siehe Box). Offenbar fühlt sich die Gemeinde bei diesem Geschäft noch nicht verstanden. Wie der Gemeinderat schreibt, sei aus «einzelnen Reaktionen aus Parteien und der Bevölkerung» der Eindruck entstanden, dass Aspekte der Vorlage unklar oder missverständlich seien.
«Viele waren überrascht, dass das Projekt 30 Millionen Franken kostet.»
Monika Keller(FDP), Gemeindepräsidentin Greifensee
Was damit gemeint ist, erklärt Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP): «Viele waren überrascht, dass das Projekt 30 Millionen Franken kostet. Auch wir haben bei Beginn der Planung vor zwei Jahren die Kosten tiefer erwartet. Allerdings haben wir beispielsweise unterschätzt, in welch schlechtem Zustand die Turnhalle ist.» Probleme wie die ungenügende Erdbebensicherung und mögliche versteckte Bauelemente aus Asbest konnten erst durch die Beurteilung externer Spezialisten genau beziffert werden, sagt Keller. «An der Infoveranstaltung im November 2017 konnten wir wegen verschiedenen Unsicherheiten rund ums Bauprojekt, die Kosten erst grob auf 25 Millionen Franken schätzen».
Gemeinderat sieht Pflicht erfüllt
In der Mitteilung macht der Gemeinderat keinen Hehl daraus, dass er seiner Meinung nach die Informationspflicht mehr als nur erfüllt habe. So schreibt er: «Trotz einer überdurchschnittlich umfangreich abgefassten Weisung hat sich der Gemeinderat entschieden, den Stimmberechtigten ergänzende Informationen bereitzustellen und auf einzelne unklare oder kritisierte Punkte einzugehen.» Diese Informationen sind nun auf der Webseite der Gemeinde aufgeschaltet.
Auch sei das Projekt an der öffentlichen Orientierungsveranstaltung präsentiert worden, wo die Möglichkeit zu einer Debatte gegeben worden sei. Nur hätten «leider nur wenige Interessierte diese Möglichkeit genutzt», heisst es in der Mitteilung.

