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Stadtrat ist gegen Seilbahn-Eintrag im Richtplan

Mehr Menschen, mehr Verkehr: Schwamendingen wird in den nächsten Jahren massiv wachsen. In Dübendorf lässt man sich deswegen nicht aus der Ruhe bringen. Nur mit der geplanten Erschliessung des Zoos ist der Stadtrat alles andere einverstanden.

Die Talstation der Zoo-Seilbahn ist auf dem Areal des Bahnhofs Stettbach geplant.

Visualisierung PD

Stadtrat ist gegen Seilbahn-Eintrag im Richtplan

100’000 zusätzliche Menschen soll die Stadt Zürich in den nächsten zwanzig Jahren aufnehmen. Kürzlich legte der Zürcher Stadtrat im kommunalen Richtplan dar, wie und wo Zürich deswegen umgebaut werden soll. Dabei zeigte sich: rund die Hälfte des Wachstums soll im Norden der Stadt stattfinden, etwa in Schwamendingen entlang der Hauptverkehrsachsen.

Obwohl sich die Stadt Dübendorf mit Schwamendingen den Bahnhof Stettbach und auch einen Autobahnanschluss teilt, fürchtet man sich im Stadthaus nicht von dem Bevölkerungszuwachs des grossen Nachbarn. Im Gegenteil: «Wir begrüssen das Vorgehen des Zürcher Stadtrats, zumal auch Freiflächen für Sport und Erholung eingeplant sind», sagt der Dübendorfer Hochbauvorstand Dominic Müller (CVP). «Wir verfolgen mit der Entwicklung des Hochbordareals ja die gleiche Strategie der Verdichtung, und das ebenfalls gleich an der Grenze zu unserem Nachbarn Zürich.»

Verkehr bleibt in Zürich

Müller geht davon aus, dass das Wachstum in Schwamendingen auch Mehrverkehr mit sich bringen wird. «Die Erschliessung des Quartiers erfolgt aber hauptsächlich stadtintern direkt ab der Überlandstrasse.» Sprich: Auf der ohnehin schon stark belasteten Ringstrasse wird nach der Auffassung der Dübendorfer Stadtregierung wenig zu spüren sein.

«Um uns herum finden alle die Zoo-Seilbahn ganz toll.»

Dominic Müller, Dübendorfer Hochbauvorstand

Nicht einverstanden ist Müller hingegen mit dem kommunalen Richtplan Verkehr, und zwar, weil dort die Zoo-Seilbahn mit Talstation am Bahnhof Stettbach eingetragen ist. Ein Teil der Strecke zur Masoala-Halle würde über Dübendorfer Gebiet führen. Der Stadtrat kämpft seit Jahren gegen die Pläne und wirft den Verantwortlichen vor, sie würden die Parkplatz-Probleme beim Zoo nach Stettbach und ins Gebiet Hochbord auslagern wollen.

«Um uns herum finden alle die Zoo-Seilbahn ganz toll, da sie im Gegensatz zur Stadt Dübendorf nicht unter der Belastung leiden müssen», sagt Müller. «Doch aus raumplanerischer Sicht sowie in Bezug auf den Natur- und Landschaftsschutz ist sie ein fatales Vorhaben.» Der Stadtrat hat deshalb während der öffentlichen Auflage der Pläne den Antrag gestellt, die Zoo-Seilbahn aus dem Richtplan zu streichen. «Wir erwarten, dass Zürich den Antrag ernst nimmt und darauf eintritt.» Inwieweit die Forderung erfolgreich sein wird, vermag Müller nicht vorauszusagen. Es sei aber nur konsequent, den «Protest-Einsatz» gegen das Projekt auch auf dieser Ebene fortzuführen.

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