Veronica Fusaro hat nur eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre, vor allem aber ihre Stimme mitgebracht: Doch das genügte vollauf, um rund eineinhalb Stunden lang am Freitag bestens zu unterhalten. Die musikalische Laufbahn der 21-jährigen Thunerin ist zwar noch jung, aber sie hat doch schon eine Reihe von grösseren Auftritten verbuchen können. In Uster stand sie nun vor kleinem Publikum. Doch die Musikerin, die vor allem melancholische Stücke in ihrem Repertoire hat, liess sich davon nicht beirren. Vielmehr schien sie den eher intimen Rahmen zu schätzen.
Gift fürs Publikum
Mitgebracht hatte sie auch einen Song, den sie vor eineinhalb Jahren geschrieben hatte, der aber erst Mitte Oktober herausgegeben worden ist, «Venom», zu deutsch Gift, ein weiteres Stück, in dem sie viel Gefühl zeigt. Während sie im Studio noch Verstärkung durch andere Musiker erhielt, spielte sie in Uster das Lied in der Akustikversion.
«Es ist wohl noch nie so still bei einem Konzert hier im Top77 gewesen», meinte die Moderatorin des von Radio Top organisierten Gigs. Tatsächlich hatte Fusaro das Publikum ganz bei sich, ihre Stimme packte die Zuhörer.
Dank ihres Loopgerätes sorgte Fusaro gleich selbst für den Hintergrundgesang und akustische Verstärkung, was ihren Liedern Rhythmus und zusätzliche Tiefe brachte. «Man kann mich in jede Ecke stellen – so wie hier –, und es tönt gut», scherzte Fusaro. Doch sie hatte recht. Neben eher schwereren Liedern hatte sie aber auch einige heitere dabei: «Ich bin noch nicht so gut darin, fröhliche Songs zu schreiben», meinte sie fast entschuldigend.

