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Ein Konzert ganz klein, aber fein

Sie spielte an den diesjährigen Swiss Music Awards, am Freitag war sie in Uster zu hören: Die 21-jährige Veronica Fusaro stellte hier unter anderem ihren neuen Song «Venom» vor.

Veronica Fusaro hatte bei ihrem Auftritt in Uster nur ihre Gitarren und ihre Stimme dabei., Zum Auftakt des Abends gab es ein Gruppenfoto mit der Sängerin., Veronica Fusaro hatte bei ihrem Auftritt in Uster nur ihre Gitarren und ihre Stimme dabei., Veronica Fusaro hatte bei ihrem Auftritt in Uster nur ihre Gitarren und ihre Stimme dabei., Veronica Fusaro hatte bei ihrem Auftritt in Uster nur ihre Gitarren und ihre Stimme dabei.

Christian Brändli

Ein Konzert ganz klein, aber fein

Veronica Fusaro hat nur eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre, vor allem aber ihre Stimme mitgebracht: Doch das genügte vollauf, um rund eineinhalb Stunden lang am Freitag bestens zu unterhalten. Die musikalische Laufbahn der 21-jährigen Thunerin ist zwar noch jung, aber sie hat doch schon eine Reihe von grösseren Auftritten verbuchen können. In Uster stand sie nun vor kleinem Publikum. Doch die Musikerin, die vor allem melancholische Stücke in ihrem Repertoire hat, liess sich davon nicht beirren. Vielmehr schien sie den eher intimen Rahmen zu schätzen.

Gift fürs Publikum

Mitgebracht hatte sie auch einen Song, den sie vor eineinhalb Jahren geschrieben hatte, der aber erst Mitte Oktober herausgegeben worden ist, «Venom», zu deutsch Gift, ein weiteres Stück, in dem sie viel Gefühl zeigt. Während sie im Studio noch Verstärkung durch andere Musiker erhielt, spielte sie in Uster das Lied in der Akustikversion.

«Es ist wohl noch nie so still bei einem Konzert hier im Top77 gewesen», meinte die Moderatorin des von Radio Top organisierten Gigs. Tatsächlich hatte Fusaro das Publikum ganz bei sich, ihre Stimme packte die Zuhörer. 

Dank ihres Loopgerätes sorgte Fusaro gleich selbst für den Hintergrundgesang und akustische Verstärkung, was ihren Liedern Rhythmus und zusätzliche Tiefe brachte. «Man kann mich in jede Ecke stellen – so wie hier –, und es tönt gut», scherzte Fusaro. Doch sie hatte recht. Neben eher schwereren Liedern hatte sie aber auch einige heitere dabei: «Ich bin noch nicht so gut darin, fröhliche Songs zu schreiben», meinte sie fast entschuldigend.

Viele Eigenkompositionen

Die meisten Songs schreibt sie selbst. In Uster stellte sie auch noch zwei bisher unveröffentliche Stücke vor. Doch sie weiss ebenso fremdes Material gut in einer eigenen Fassung zu präsentieren. Das zeigte sich unter anderem bei ihrer Version von «Hotline Bling» des Rappers Drake. Sie bot aber auch ein Medley mit Songs von diversen anderen Musikern. Allerdings wäre es dazu fast nicht mehr gekommen. So entglitt ihr im ersten Takt die Gitarre, worauf sie das Wasserglas am Boden umstiess – und das Nass hätte fast die Technik lahmgelegt. Im letzten Moment konnte ihr Manager mit einem Tuch weiteres Unheil verhindern.

In der Zugabe zeigte sie, dass sie nicht nur englisch singt, sondern auch Schweizerdeutsch. «Hemmige» von Mani Matter bot sich für die Bernerin sprachlich an. Nicht fehlen durfte natürlich auch ihr bekanmntestes eigenes Lied, «Better if I go».

(Video: Youtube)

Nun auf Auslandtournee

Von Uster geht es nächste Woche nun weiter – und zwar nicht nach Bümpliz, sondern nach Bangkok. Weitere Stationen sind Sydney und Melbourne und dann die neuseeländische Kapitale Wellington. Den Abschluss ihrer Auslandreise bildet ein Halt in Hongkong. «Im Ausland zu spielen ist mega spannend. Irgendwie ist es von der Atmosphäre her anders, dann aber auch doch wieder nicht, weil es letztlich um Musik geht», meinte Fusaro.

Mal hören, ob sie im Fernen Osten auch so gut ankommt wie jüngst an der Baloise Session, dem Basler Musikfestival.

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