Mit einer Umfrage wollte der Stadtrat im vergangenen Jahr von den Ustermer wissen, wie zufrieden sie mit der Arbeit der Stadt sind (siehe Box). Neben Lob gab es von der Bevölkerung auch Kritik, zum Beispiel für den dreckigen Bahnhof (wir berichteten). Gemeinderätin Eveline Fuchs (Grüne) wollte nach der Veröffentlichung des Bericht vom Stadtrat wissen, was er mit den Ergebnissen der Umfrage machen wird.
«Es ist unmöglich diesen klinisch sauber zu halten.»
Hans Ulrich Salchli, Leistungscontroller bei der Stadt Uster
Nun liegt die Antwort des Stadtrates vor. Beim Bahnhof Uster soll allerdings keine zusätzliche Reinigung aufgeboten werden. Der «Reinigungsturnus», der auch in der Verantwortung der SBB liegen, sei bereits vor der Umfrage auf zwei Mal täglich erhöht worden, schreibt die Stadt. Das soll nun den Ustermern «unter die Nase geschoben werden»: Es werde erwogen, «zu sichtbareren Zeiten mit mehr Frequenz zu reinigen.» Auch die Beleuchtung und Farbgebung soll überprüft werden.
Bahnhofreinigung sichtbar machen
Hans Ulrich Salchli ist Leistungscontroller bei der Stadt Uster und verantwortlich für die Zufriedenheitsanalyse. Zur Sauberkeit beim Bahnhof sagt er: «Der Bahnhof wird stark frequentiert. Es ist unmöglich diesen klinisch sauber zu halten.» Aber wenn die Reinigung während der etwas stärker genutzten Zeiten stattfänden, könne die Sichtbarkeit und damit der subjektive Eindruck der Leute verstärkt werden, dass viel getan werde. «Mit Anpassung der Beleuchtung oder der Farbe kann der Bahnhof zusätzlich heller und freundlicher gestaltet werden», so Salchli.

