Das «Stägenbuck» gehört zu den grössten Schulanlagen im Kanton. Jetzt muss das in den 70er-Jahren erbaute Schulhaus erweitert und saniert werden. Das Siegerprojekt, das aus dem Architekturwettbewerb hervorging, sieht mehrere Neubauten vor: einen beim Sekundarschulhaus, einen für Schulverwaltung, Kindergarten und Tagesbetreuung und dazu eine unterirdische Mehrfachturnhalle zwischen der bestehenden Sporthalle und dem Primarschultrakt. Und auch die zwei kleinen Turnhallen sollen umgebaut werden.
Dass das alles teuer werden würde, war allen Beteiligten klar. Aber jetzt zeigt sich: Es wird sehr teuer; 112 Millionen Franken hat eine Grobkostenschätzung ergeben. «Die Kosten für das Projekt sind plausibel», sagt Primarschulpräsidentin Susanne Hänni (GLP/GEU), «aber sie sind essenziell zu hoch.»
Was ist wo nötig?
Eine Projektgruppe aus Baufachleuten und Mitgliedern der Primar- und Sekundarschulpflege will nun unter Einbezug der jüngsten Schülerprognosen das Raumprogramm überprüfen. Die Frage wird etwa lauten, ob ein Teil der geplanten Räumlichkeiten für Schule, Betreuung und Verwaltung nicht auch woanders realisiert werden könnte.
Die Sekundarschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach hat ihre Antwort darauf bereits gefunden. Sie geht davon aus, dass das «Stägenbuck» nicht vor 2025 fertig sein wird, braucht aber schon früher neuen Schulraum. Diesen will sie im Schulhaus Grüze in Form eines Ersatzneubaus schaffen, der aufs Schuljahr 2022/23 bereit sein soll (siehe Box). Den Projektierungskredit von 360‘000 Franken hat die Schulgemeindeversammlung kürzlich einstimmig genehmigt.

