«Es ist ein Unding, dass auf den meisten Quartierstrassen in Dübendorf immer noch Tempo 50 gilt», sagt EVP-Gemeinderätin Tanja Boesch. Gerade für die jüngeren Fussgänger und Velofahrer sei das viel zu gefährlich. «Denn oft sind diese Strassen eng und haben nicht einmal Trottoirs. Und wenn dann auch noch Autos auf der Seite parkieren, verlieren die Kinder schnell einmal jegliche Übersicht.» Dass der Stadtrat die Parkierung auf solchen Strassen als Mittel zur Verkehrsberuhigung postuliert, kann sie nicht nachvollziehen.
Bloss kein grosser Aufwand
Die BDP/CVP/EVP-Fraktion im Gemeinderat möchte das Thema nun angehen. Mittels einer Interpellation, die auch die Grüne Brigitte Kast mitunterzeichnet hat, fordert die Fraktion eine Temporeduktion auf Quartiererschliessungsstrassen und will vom Stadtrat wissen, wie er zum Thema steht. «Für Tempo 30 muss ja nicht immer gleich ein Riesenaufwand wie in Hermikon betrieben werden», sagt Boesch, «eine einfache Ausschilderung oder eine Markierung am Boden reicht völlig aus.»
Eine Verkehrsberuhigung wünscht sich Boesch etwa an der Kreuzbühlstrasse bei den Sportplätzen in der Buen, an der Gartenstrasse im Zentrum und an der Claridenstrasse, welche die Hermikon- und die Usterstrasse verbindet. Oder auch im Quartier zwischen der Bettlistrasse und den Bahngleisen, wo die Strassen die Namen von Bergen tragen: Glärnisch, Säntis, Churfirsten, Tödi.
«Es gibt nun wirklich keinen Grund, wieso man in einem Wohnquartier mit Tempo 50 unterwegs sein sollte.»
Tanja Boesch (EVP), Gemeinderätin

