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Politik

Das Aus für den Uster-Kalender

Die Neuausrichtung kommt nicht zustande: Nach neun Ausgaben wird der Uster-Kalender eingestellt.

Ein historisches Bild aus Uster, daneben ein aktuelles Foto mit dem gleichen Motiv zum Vergleich, dazu ein erklärender Begleittext: Das ist das Grundkonzept, auf dem der Uster-Kalender basiert. 2009 erschien die erste Ausgabe.

Die Idee entstand, während der promovierte Historiker Michael Köhler im Auftrag der Stadt Uster das Fotoarchiv des Unternehmers Julius Gujer (1855 – 1940) sichtete und beschrieb – ein Schatz, den er auch der Ustermer Öffentlichkeit zeigen wollte. Die Kommunikationsfirma, für die er Teilzeit arbeitete, zog mit. Und der «Anzeiger von Uster»/«Zürcher Oberländer» unterstützte das Vorhaben mit einer Artikelserie, die auf dem gleichen Prinzip aufbaute.

Das Vorhaben versandete

Doch nach neun Ausgaben entschieden die Verantwortlichen 2017, den Uster-Kalender in der vorliegenden Form einzustellen. «Es war einfach nicht mehr möglich, genügend geeignete Fotografien aufzutreiben», sagt Köhler rückblickend. Das Problem zeigte sich nicht zum ersten Mal: Mit einem öffentlichen Aufruf hatte man bereits zu einem früheren Zeitpunkt versucht, dem Foto-Engpass beizukommen. «Wir haben auch gute Rückmeldungen erhalten», letztlich habe dies das Ende aber nur hinausgezögert.

«Es fehlte einfach die zündende Idee.»

Michael Köhler, Ustermer Historiker

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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