Am neuen Bildungszentrum Uster (BZU) wird noch bis im Frühjahr 2019 gebaut und doch ist jetzt schon klar: Als Heimat der Kantonsschule, der Berufsfachschule und der Fachhochschule Uster ist es bald zu klein. Auch deswegen strecken die Befürworter des Bildungsstandorts Uster die Hände nach dem angrenzenden «Garten» – dem Hohfuren-Gelände – aus. Die rund 17‘500 Quadratmeter grosse Zone weckte in Vergangenheit verschiedene Begehrlichkeiten (wir berichteten). Wohnungen oder ein weiterer Ausbau des BZU stehen im Zentrum der Debatte.
«Wenn ich abwägen muss zwischen Wohnungen in den Hohfuren oder der Erweiterung des Bildungsstandortes, schlägt mein Herz für die Bildung.»
Markus Wanner, Gemeinderat (SP)
Nun hat Gemeinderat Richard Sägesser (FDP) ein erstes Bauprofil für eine mögliche Erweiterung des BZU in die politische Wiese geschlagen: Mit einer kürzlich eingereichten Motion will er eine Revision des Gestaltungsplans Hohfuren erwirken, die genügend Fläche für eine Erweiterung des Bildungszentrums sichert. Die Revision ist in diesem Fall nötig, weil die unbebauten Parzellen zur Wohnnutzung und – in einem angemessenen Verhältnis – für Arbeiten vorgesehen sind, wie aus dem Gestaltungsplan von 1996 zu entnehmen ist. Für Bildung hat der Stadtrat die Fläche nicht vorgesehen. Auf eine Anfrage, die ebenfalls von Sägesser kam, antwortete der Stadtrat im Juni: «Die Nutzung dieser Parzellen als Schulraum ist aufgrund des im Jahre 1996 durch den Gemeinderat beschlossenen Gestaltungsplanes nicht vorgesehen.»
«Dem Stadtrat steht es frei, auch andere Varianten für eine Raumsicherung im Umfeld des heutigen Bildungszentrums zu prüfen.»
Richard Sägesser, Gemeinderat (FDP)
Dies will Sägesser ändern: «Mit der Annahme der Motion würde die Stadt ein klares Zeichen an den Kanton absetzen, dass sie sich für den Erhalt des BZU einsetzt.» Klar sei jedoch, dass der Entscheid über diese Schulstandorte letztlich beim Kanton liege.

