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84 Prozent der Dübendorfer sagen Ja zum Millionen-Kredit

Die Dübendorfer liessen sich von der turbulenten Vorgeschichte rund um die Erweiterung des Primarschulhauses Högler nicht beeindrucken: Am Sonntag genehmigte eine grosse Mehrheit der Stimmberechtigten den Kredit von 7,29 Millionen Franken für einen Neubau.

Vier Stockwerke, Holzmodulbauweise: So soll der 7,29-Millionen-Bau am Ende aussehen.

Visualisierung PD

84 Prozent der Dübendorfer sagen Ja zum Millionen-Kredit

Deutlicher geht es kaum: Am Sonntag legten 4128 Dübendorfer ein Ja für die Erweiterung der Schulanlage Högler in die Urne, 793 stimmten dagegen. Das ergibt einen Ja-Stimmen-Anteil von 83,9 Prozent. Die Stimmbeteiligung liegt bei 32,67 Prozent. Mit den bewilligten 7,29 Millionen Franken wird nun ein neues vierstöckiges Schulgebäude in Holzmodulbauweise erstellt.

Primarschulpräsidentin und Bildungsvorsteherin Susanne Hänni freut sich über das Resultat, auch wenn Sie nicht wirklich überrascht ist davon. «Sämtliche Parteien haben die Ja-Parole beschlossen», sagt sie. Und auch aus der Bevölkerung habe man bis auf vereinzelte Stimmen keinen Widerstand wahrgenommen.

Aufstockung möglich

Dabei war der Neubau noch vor wenigen Monaten heftig umstritten. Denn ursprünglich waren lediglich drei Stockwerke geplant gewesen – für 5,9 Millionen Franken. Die Primarschule argumentierte, damit reiche der Schulraum bis ins Jahr 2031, und dann sei eine Aufstockung möglich.

Doch eine Minderheit der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) wie auch die SVP und GLP/GEU votierten für einen vierten Stock. So billig sei dieser zusätzliche Schulraum nie mehr zu haben. Am Ende unterlagen sie äusserst knapp dem Antrag der Schule.

Schule zog Beschlüsse zurück

Doch dann kam sie Sache mit den Schulprovisorien für die Schulhäuser Birchlen und Gockhausen. Die Schulpflege hatte die dafür notwendigen Kredite als gebunden deklariert und so in eigener Kompetenz beschlossen. Ganz anders sahen das der Dübendorf Stadtrat und die GRPK, welche dieses Vorgehen beim Bezirksrat Uster anfochten. Einige Tage später zog die Schulpflege ihre Kreditbeschlüsse zurück.

Dass die Provisorien damit erst einmal auf Eis gelegt waren, hatte einen direkten Einfluss auf den geplanten Erweiterungsbau beim Högler. Denn damit verknappte sich kurz- und mittelfristig der Schulraum. Also nahm die Schulpflege die Forderung der Gegner auf und stockte das Projekt um eine Etage auf. Die ursprünglich für Juni angesagte Urnenabstimmung wurde abgesagt, stattdessen kam das Geschäft noch einmal in den Gemeinderat, der dem Antrag schliesslich knurrend zustimmte.

Schulweg «etwas weiter»

Mit der Projektänderung der Schulpflege verbunden ist eine temporäre Abkehr vom Prinzip der Quartierschulhäuser, auf welches man sich in Dübendorf seit jeher berief. Denn aufgrund des knappen Schulraums im Birchlen-Quartier rechnet die Schulpflege damit, dass einige Kinder ins Schulhaus Högler gehen und so einen «etwas weiteren» Schulweg in Kauf nehmen müssen.

«Es werden aber bestimmt nicht viele Schüler betroffen sein.»

Susanne Hänni (GLP/GEU), Primarschulpräsidentin und Bildungsvorsteherin

Wie hoch die Anzahl betroffener Schüler ist, kann Susanne Hänni nicht sagen. «Es werden aber bestimmt nicht viele sein», betont sie. Ausserdem werde man abklären, ob es allenfalls in der Nähe des «Birchlen» eine Möglichkeit für einen Kindergarten gebe. Denn in diesem Bereich sei der Schülerzuwachs am grössten. «Wenn wir hier eine geeignete Lösung finden, wird das die Situation sicher entspannen.»

In knapp zwei Jahren fertig

Gemäss Hänni wird der Neubau des Schulhauses im Sommer 2020 fertig sein – «wenn alles gut geht und keine Rekurse eingehen». Auch diesbezüglich habe man aus der Nachbarschaft bisher keine Signale erhalten. Lediglich eine Person habe Fragen gehabt im Zusammenhang mit der Aussenraumgestaltung. «Aber die konnten wir im Gespräch klären», sagt Hänni. «Hoffentlich.»

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