Brüttisellen wird städtischer, was gemäss dem kantonalen Richtplan vor allem durch eine Verdichtung im Zentrum geschehen soll. Betroffen davon ist etwa das Gebiet Bruggwiesen südlich und östlich des Oberstufenschulhauses. Das eine, zentral gelegene Stück Land zwischen der Zürichstrasse und der Stationsstrasse wird heute landwirtschaftlich genutzt und gehört dem Kanton Zürich. Das Eigentum des Grundstücks ist jedoch der Gemeinde vertraglich zugesichert. Das andere liegt zwischen der Haldenstrasse und der Stationsstrasse. Hier befinden sich das Gemeindehaus, eine überschaubare Parkanlage und kleine Wohnhäuser mit Miet- und Notwohnungen – alles im Besitz der Gemeinde.
Um dieses Gebiet zu entwickeln, ist in einem ersten Schritt eine Teilrevision der Bau- und Zonenordnung nötig. Diese beinhaltet eine Umzonung in die Zentrumszone Z4. Heute liegen die betroffenen Grundstücke in der Zone für öffentliche Bauten und teilweise in der Wohnzone W2. Künftig soll also dichter und höher gebaut werden können. Der Gemeinderat stellt sich in dem Gebiet eine Wohnüberbauung mit Gewerbenutzung sowie einen durchgehenden Grünraum entlang der Bruggwiesenstrasse vor.
Hochhäuser mit Sogwirkung
«Wir wollen im Zentrum nicht alles über den Haufen werfen», sagt Hochbau- und Planungsvorstand Marco Gamma (FDP). Vielmehr sei das Vorhaben Teil einer langfristigen Strategie und in dieser Form auch im Masterplan berücksichtigt, der seit zwei Jahren vorliegt. «Auch wenn die Stimmberechtigten am 25. September der Teilrevision zustimmen sollten, würden wir nicht gleich mit der Planung für eine Gebietsentwicklung beginnen», sagt Gamma.

