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Grosse Party am Greifensee

2500 Musikfans besuchten am Freitag und Samstag das Open Air am Greifensee. Die Organisatoren hatten mit der Band-Auswahl ein glückliches Händchen bewiesen – und landeten am Ende in den schwarzen Zahlen.

Viel cooler kann man Rockabilly nicht spielen: Die Zürcher Band Hillbilly Moon Explosion mit Frontfrau Emanuela Hutter., Auf der Seebühne gab es kleine, feine Konzerte für zwischendurch., Nguru-Sänger Carlo Egle: Die Bündner Ska-Band besteht seit 23 Jahren., Wetterglück: Noch Anfang Woche war für Freitag Regen vorausgesagt. , Sitzt die Frisur? Aber sicher doch., Das Publikum..., ...war an beiden Festivaltagen bunt gemischt., Was für den Kleinen der Nuggi, ist für den Grossen das Bier.

André Gutzwiller

Grosse Party am Greifensee

Am Sonntag ist es Zeit für den Superlativ: «Super!», «genial!», «wir sind mega zufrieden!», sagt ein müder, aber noch ganz schön aufgekratzter Andi Lang vom Verein Open Air am Greifensee. Insgesamt 2500 Personen besuchten während zweier Tage das Festival auf der Schlosswiese – etwa gleich viel wie vor einem Jahr.

Viel mehr haben nicht Platz

Am Freitag gab es zwischen den 700 Musikfans noch Platz auf dem Gelände, am Samstag aber war es richtig voll. «Da gab es bezüglich Infrastruktur schon mal den einen oder anderen Engpass, bei dem man dann flexibel reagieren musste», sagt Lang, «aber das ist an so einem Anlass völlig normal.» Die Grenze wäre bei 2500 Personen an einem Abend erreicht, «dann wäre das Gedränge einfach zu gross».
 

Zugelassen ist das Festival theoretisch für 3500 Personen. So viele Zuschauer lockte vor einigen Jahren etwa die Berner Band Patent Ochsner an den Greifensee. Das war die Zeit, als die Organisatoren grosse Bands als Headliner verpflichteten – eine Strategie, die sich dann aber mit dem nicht eben publikumswirksamen Auftritt von Sinéad O’Connor als zu riskant erwies.

Den Non-Profit-Gedanken aus den Anfangszeiten indes verloren die Veranstalter nie aus den Augen. So ist der Eintritt am Samstag nach wie vor gratis; Einnahmen generiert man mit der Konsumation. Unter dem Strich resultiere wohl ein kleines Plus, glaubt Lang. «Damit können wir das kleine Minus vom vergangenen Jahr ausgleichen.» 2017 hatte der verregnete Freitag auf die Ticketverkäufe gedrückt.

Open Air wird volljährig

Auf der Bühne standen dieses Jahr ausschliesslich Schweizer Bands. Neben Klischée gehörte am Freitag sicher die Rockabilly-Band Hillbilly Moon Explosion zu den Leckerbissen. Bereits vor einem Jahr war Frontfrau Emanuela Hutter solo am H2U-Festival in Uster aufgetreten. Die Band wurde mit ihrem Song «My Love For Evermore» über die Genregrenze hinaus bekannt. Das Duett mit Mark «Sparky» Phillips, dem Sänger der Psychobilly-Band Demented Are Go, gehört auf Youtube zu den meistgespielten Independent-Produktionen.

Open Air Greifensee

«Mein persönlicher Höhepunkt am Samstag war Nguru», sagt Lang. Die Ska-Band hat nicht nur auf der Bühne einen langen Schnauf, stehen die Bündner doch seit nunmehr 23 Jahren auf der Bühne. 

Dass das Open Air am Greifensee auch nächstes Jahr wieder stattfinden wird, ist für Lang so gut wie sicher. Es wäre dann die 18. Austragung. «Das Open Air wird also volljährig, ich denke, das werden wir schon in irgendeiner Form würdigen.»

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