Am Sonntag ist es Zeit für den Superlativ: «Super!», «genial!», «wir sind mega zufrieden!», sagt ein müder, aber noch ganz schön aufgekratzter Andi Lang vom Verein Open Air am Greifensee. Insgesamt 2500 Personen besuchten während zweier Tage das Festival auf der Schlosswiese – etwa gleich viel wie vor einem Jahr.
Viel mehr haben nicht Platz
Am Freitag gab es zwischen den 700 Musikfans noch Platz auf dem Gelände, am Samstag aber war es richtig voll. «Da gab es bezüglich Infrastruktur schon mal den einen oder anderen Engpass, bei dem man dann flexibel reagieren musste», sagt Lang, «aber das ist an so einem Anlass völlig normal.» Die Grenze wäre bei 2500 Personen an einem Abend erreicht, «dann wäre das Gedränge einfach zu gross».
Zugelassen ist das Festival theoretisch für 3500 Personen. So viele Zuschauer lockte vor einigen Jahren etwa die Berner Band Patent Ochsner an den Greifensee. Das war die Zeit, als die Organisatoren grosse Bands als Headliner verpflichteten – eine Strategie, die sich dann aber mit dem nicht eben publikumswirksamen Auftritt von Sinéad O’Connor als zu riskant erwies.
Den Non-Profit-Gedanken aus den Anfangszeiten indes verloren die Veranstalter nie aus den Augen. So ist der Eintritt am Samstag nach wie vor gratis; Einnahmen generiert man mit der Konsumation. Unter dem Strich resultiere wohl ein kleines Plus, glaubt Lang. «Damit können wir das kleine Minus vom vergangenen Jahr ausgleichen.» 2017 hatte der verregnete Freitag auf die Ticketverkäufe gedrückt.

