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Frauen nur zufällig benachteiligt

In Dübendorf haben die Personalverantwortlichen untersucht, ob Frauen in der Stadtverwaltung in Bezug auf den Lohn benachteiligt werden. Das Resultat: Es bestand Handlungsbedarf, das Geschlecht spielte bei den Lohnunterschieden aber keine Rolle.  

Im Dübendorfer Stadthaus ist die Lohngleichheit wiederhergestellt.

Thomas Bacher

Frauen nur zufällig benachteiligt

«Es gehört zu Arbeitgeberethik, dafür zu sorgen, dass es zwischen Männern und Frauen keine Lohnunterschiede gibt», sagt Simon Winistörfer, der Geschäftsleiter der Dübendorfer Stadtverwaltung. Im Verwaltungsausschuss, der aus je drei Stadträten und Kadermitgliedern besteht, habe man sich deshalb dem Thema angenommen – «nicht auf Druck von aussen, sondern aus eigenem Antrieb», wie Winistörfer betont.

Also wurden die Saläre sämtlicher Verwaltungsangestellten überprüft, wobei neben internen Zahlen auch Vergleiche mit anderen Gemeinden beigezogen worden seien. Gemäss Winistörfer hat die Untersuchung hervorgebracht, dass die Löhne auf Stufe Mitarbeiter «fast vorbildlich ausgeglichen» seien. Im mittleren und oberen Kader hingegen gab es vier Fälle, bei denen das Salär unter dem Durchschnitt lag – betroffen waren allesamt Frauen.

Jetzt wird regelmässig geprüft

«Der Lohnunterschied hatte nichts mit dem Geschlecht zu tun», sagt Winistörfer. Der Grund sei vielmehr gewesen, dass die Frauen schon viele Jahre in der Stadtverwaltung arbeiteten und sich der Lohn nicht entsprechend ihrer Erfahrung entwickelt habe. «Dass es sich dabei um Mitarbeiterinnen handelte, war letztlich reiner Zufall.»

Mittlerweile sei die Ungleichheit behoben, sagt Winistörfer. In Zukunft sollen die Saläre der städtischen Angestellten alle drei Jahre überprüft werden.

Die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) hat den Fall in ihrem Kommentar zum Geschäftsbericht aufgegriffen. Auf Anfrage hält GRPK-Präsident Patrick Schärli (CVP) fest, dass die Stadt Dübendorf beim Thema Lohngleichheit «eine vorbildliche Rolle» einnehme. Gleichzeitig betont er, dass die GRPK auch in Zukunft ein Auge darauf haben werde.

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