Videoüberwachung nach Vandalenakten und Littering
Neben dem Bahnhof und einigen Schulanlagen gehört der Glattquai in Dübendorf zu den Hotspots, wenn es um Sachbeschädigung, Ruhestörung und Abfall geht. Ein weiterer ist dazugekommen, seitdem der Bereich neben der neuen Glattbrücke bei der Bahnhofstrasse zu einem kleinen Park ausgebaut wurde. «Anfang Jahr häuften sich hier die Fälle von Vandalismus und Littering», sagt Walter Schweizer, Kommandant der Stadtpolizei Dübendorf. «Gestützt auf das Polizeigesetz beschlossen wir aus diesem Grund, das Areal temporär mit einer Videokamera zu überwachen.»
Die Kamera wurde vor den Sommerferien an einem Kandelaber montiert und blieb dort für einige Wochen. Obwohl die Distanz zum kleinen Glattpark recht gross war, wäre laut Schweizer eine Auswertung möglich gewesen. «Bei einer früheren Überwachung an einem anderen Ort ist uns eine Identifizierung auch schon gelungen.»
Daten nach wenigen Tagen gelöscht
Tatsächlich aber hat sich unter dem Blick der Kameras nichts mehr ereignet, was einen solchen Schritt nötig gemacht hätte. Inwieweit es sich dabei um einen Zufall handelt oder ob dies dem präventiven Aspekt einer Videoüberwachung zu verdanken ist, kann Schweizer nicht beurteilen. «Wenn ich die Entwicklung in diesem Gebiet in den letzten Monaten anschaue, dann können wir sicher von einem positiven Effekt sprechen.»
Weil keine Delikte vorlagen, wurden die Aufzeichnungen gemäss Schweizer jeweils «nach wenigen Tagen» wieder gelöscht; Videoaufnahmen von Überwachungskameras im öffentlichen Raum dürfen maximal 100 Tage aufbewahrt werden. Auch habe man mit einem Piktogramm darauf hingewiesen, dass das Areal überwacht wird. Kritik habe es für die Aktion nicht gegeben, sagt der Dübendorfer Polizeikommandant, im Gegenteil: «Aus der Bevölkerung haben wir ausnahmslos positive Rückmeldungen erhalten.»
Aktuell ist eine der Überwachungskameras der Stadtpolizei bei der Eishalle Im Chreis im Einsatz.
