Ein knalliges Mega-Nugget fürs Indianermuseum
3,5 Kilogramm, gut 40 auf 20 Zentimeter: Das Türkis-Nugget, das Vincent Escriba in den Händen hält, gehört zu den grössten der Welt. Er habe es von einer fremden Sammlung ausleihen können – mittelfristig will er es sogar in seinen eigenen Besitz und damit fix in die Ausstellung seines Museums bringen, des Indian Land in Gossau.
Das Türkis-Nugget stamme aus Arizona, sagt Escriba. Namentlich aus der einst weltbekannten, heute aber geschlossenen Türkismine «Sleeping Beauty». Türkis hat in der Indianer-Kultur Tradition als Schmuckstein. «Er wird vor allem im Südwesten der USA von Native-Künstler zu eleganten, spirituellen Schmuckstücken verarbeitet», so Escriba.
Diverse Stücke der Silberkunst
Der Stein sei dabei Teil der so genannten Silberkunst der Natives. «Die Silberkunst ist für die Indianer mehr als nur Objekte der Schönheit und des täglichen Lebens. Sie ist untrennbar mit ihrem Glauben, den Traditionen, Visionen und Erfahrungen verbunden», so Escriba. Die Stämme der Navajos, Hopi, Zuni und Pueblos seien die Kreativsten im Silberschmuckbereich im Südwesten der USA.
Das Museum in Gossau zeigt deshalb nebst dem Türkis-Nugget auch weitere bislang nie gezeigte, teils äusserst opulente Silberschmuckstücke mit Türkis. Einzelne Armreifen brächten fast ein Viertel Kilo auf die Waage, sagt Escriba. «Ich finde diese Stücke absolut herrlich und zeitlos als Zeitzeugen der Schmuckgeschichte der Indianer Nordamerikas.»
Die neue Ausstellung ist zu den normalen Museumsöffnungszeiten zu sehen. Das ist jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.