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Politik

Das Brocki ist tot – es lebe das «Fundgrüebli»

Das Brockenhaus des Frauenvereins Dübendorf wurde im Dezember nach 50 Jahren aufgelöst. Nun versucht die Institution den Secondhand-Shop wiederzubeleben – mit Kaffee und Gipfeli.

Liebhaber alter Schmuckstücke können beim Frauenverein wieder stöbern.

Foto: Nathalie Guinand/Archiv

Das Brocki ist tot – es lebe das «Fundgrüebli»

Im Dezember musste der gemeinnützige Frauenverein Dübendorf sein 50-jähriges Brockenhaus schliessen, weil das Angebot in den vergangenen Jahren auf immer weniger Interesse stiess. Der Zeitgeist habe sich gewandelt, begründete der Verein damals den Entscheid. Den gestiegenen Ansprüchen der Kunden, etwa durchgehende Öffnungszeiten, habe man nicht nachkommen können, hiess es. Gleichzeitig spürte man die Konkurrenz der grossen Anbieter wie Emmaus und Blaukreuz – und mit denen konnte man einfach nicht mithalten.

Nun zeichnet sich aber doch noch eine Alternative zur radikalen Schliessung ab: Der Frauenverein bietet in seinem Lokal an der Neuhofstrasse  24, neu zusätzlich zur Kafistube auch noch ein «Fundgrüebli» an.

Die Verkleinerungsform ist Programm

Bei  ihrem neuen Lokal, das der Stadt gehört, handelt es sich aber nicht um ein klassisches Brockenhaus, wie Pia Morf, Leiterin des Fundgrüebli und Kafistube, betont. Man habe für den Namen des neuen Angebots bewusst die Verkleinerungsform gewählt: «Es handelt sich um ein Stübli, ein Fundgrüebli, weil wir bei den gegebenen Platzverhältnissen nur noch ein kleineres Angebot ausstellen können.»

Das neue Geschäftsmodell ist Teil einer Rettungsaktion, die der Frauenverein aktuell durchführt. Grund: Im Dezember stand der Verein vor dem Problem, dass nur noch drei Frauen bereit waren, in den Vorstand zu treten.

Fusion soll Verein retten

Als Lösungsmassnahme hat man jetzt die Fusion mit dem katholischen Frauenverein geplant. Damit der Vorstand wieder vollzählig ist, sind interimistisch zwei Mitglieder aus anderen Frauenvereinen in den Vorstand getreten.

Mit der Zusammenlegung von Café und Fundgrube hat der Frauenverein dreierlei im Sinn: Kosten durch Synergien einsparen, das Secondhand-Angebot wieder zum Leben erwecken und dem Kundenwunsch nach längeren Öffnungszeiten nachkommen. «Es soll ein Treffpunkt für Frauen werden, der tagsüber durchgehend geöffnet ist», fasst Morf zusammen.

Die Kafistube ist dienstags, donnerstags und freitags, jeweils von 9 bis 18.30 Uhr, geöffnet, am Mittwoch ab 14 Uhr und am Samstag bis 16 Uhr. Aktuell findet eine «Eröffnungswoche» bis Samstag, 1. September, statt. Weitere Informationen finden sich hier

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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