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Das Projekt «Abwasserfreies Tösstal» kommt voran

Um das Grundwasser unter der oberen Töss zu schützen, soll ab 2035 das gesamte Tösstaler Abwasser direkt zur Kläranlage in der Hard in Winterthur fliessen. Die Gemeinden Fischenthal, Bauma, Wila, Turbenthal, Zell, Weisslingen und Winterthur wollen dafür eine gemeinsame Anstalt gründen.

Ab 2035 sollen alle Kläranlagen im oberen Tösstal, wie die Ara Bauma, den Betrieb einstellen. (Bild: PD), Das Ziel ist, dass ab 2035 das gesamte Abwasser der Tösstaler Gemeinden in der Ara Hard in Winterthur gereinigt wird. (Bild: PD)

Das Projekt «Abwasserfreies Tösstal» kommt voran

Unter der oberen Töss verläuft ein mächtiger Grundwasserstrom, der das Tösstal und Winterthur mit Trinkwasser versorgt. Der Töss-Grundwasserstrom ist eines der ergiebigsten Grundwasservorkommen im Kanton Zürich. 

Um dieses Grundwasser zu schützen, soll künftig kein gereinigtes Abwasser mehr in die obere Töss geleitet werden. Stattdessen soll das Schmutzwasser aus allen Tösstaler Gemeinden in der Abwasserreinigungsanlage Hard in Winterthur gereinigt werden. 

Schutz für das Trinkwasser

Bis ins Jahr 2035 sollen die Verbindungsleitungen zur Kläranlage Hard und die Verbindungsleitung Sennhof-Töss (Eschenbergstollen) neu erstellt werden. Dafür wird mit Investitionskosten in Höhe von 35 Millionen Franken gerechnet.

Um diese Infrastruktur zu bauen und zu betreiben beabsichtigen die beteiligten Gemeinden eine gemeinsame Anstalt zu gründen. Wie die Stadt Winterthur mitteilt, liegt jetzt ein Gründungsvertrag und das Finanzierungsmodell vor. Sitz der «Regionalen Abwasserentsorgung Tösstal» ist Zell. Die notwendige Volksabstimmung in den betroffenen Gemeinden ist für den 10. Februar geplant.

Die Kosten werden verteilt

Jede der Gemeinden beteiligt sich mit einem Dotationskapital von 1,5 Millionen Franken. Anlagen, die in die gemeinsame Anstalt überführt werden müssen, können sich die Gemeinden anrechnen lassen.

Betriebs-, Kapital- und Amortisationskosten werden auf die angeschlossenen Gemeinden verteilt. Dabei werden der jährliche Abwasseranfall und die Spitzenabwasserzuflüsse berücksichtigt. Die Stadt Winterthur rechnet mit Jahreskosten von 88’000 bis 107’000 Franken.

Beteiligung an neuer Leitung

Ausserdem muss Winterthur sich am Bau einer neuen Anschlussleitung ab dem bestehenden Pumpwerk Sennhof beteiligen. Die Höhe des Beitrags ist auf maximal 11 Millionen Franken begrenzt. Die Gesamtbilanz ist für die Stadt positiv, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Kosten für den Beitrag an die Verbindungsleitung werden durch die Betriebsvorteile in der Kläranlage, die wegfallende Pumpstation Sennhof und die Einkaufsgebühren der noch nicht an die Kläranlage angeschlossenen Gemeinden wettgemacht. sda

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