Seitdem die Dübendorfer Sicherheitsabteilung den Dauerparkern in der Stadt mit einem neuen Parkplatzregime den Kampf angesagt hat, weichen die Autofahrer vermehrt auf die Parkflächen aus, welche noch nicht bewirtschaftet werden. Diese befinden sich bei den Sportanlagen, beim Freibad sowie der Oberen Mühle, die sich gleich neben der Badi befindet.
«Das wurde für uns zu einem grossen Problem», sagt Marco Wieser, der stellvertretende Leiter des Kulturzentrums. Pendler stellten ihre Fahrzeuge tagsüber auf den öffentlichen Parkplätzen ab, «und unsere Gäste können dann nicht mehr hier parkieren». Aus diesem Grund sind seit Anfang Sommerferien ein Dutzend Parkfelder mit improvisierten Hinweisschildern für die Besucher der Oberen Mühle reserviert.
Ihre Absicht unterstreichen die Verantwortlichen des Kulturzentrums mit der Androhung einer «Umtriebsentschädigung» von 50 Franken. Doch ist die Obere Mühle überhaupt zu einer solchen Massnahme berechtigt? Marco Wieser kann dazu keine genaueren Angaben machen, und Zentrumsleiter Rolf Hiltebrand, der bei dieser Angelegenheit federführend ist, weilt in den Ferien. Wieser hält fest, die Schilder richteten sich nicht gegen die Besucher der benachbarten Badi. Ohnehin bestehe das Problem mit den Dauerparkierern während der Sommerferien nicht, weshalb man auch noch keine Umtriebsentschädigung eingefordert habe.
«Es war von zwei dezenten Tafeln die Rede»
Zuständig für die Parkplätze vor den Sportanlagen ist die Abteilung Liegenschaften, welcher Stadtrat Martin Bäumle (GLP/GEU) vorsteht. Dieser ist erst einmal perplex, als ihn «Züriost» in den Ferien am Pool erreicht und zur Aktion befragt. Gemäss Bäumle hätten Gespräche mit den Verantwortlichen der Oberen Mühle stattgefunden. «Wir haben ihnen zugestanden, darauf hinzuweisen, dass die Parkplätze vor der Oberen Mühle für die Gäste des Kulturzentrums und des Restaurants reserviert sind», sagt er. «Es war allerdings von ein bis zwei dezenten Tafeln die Rede und nicht von einer flächendeckenden Beplankung.»

