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Spaziergängerin konnte «Yoshi» retten

Vor kurzem wurde am Waldrand in der Nähe von Lindau eine junge Katze ausgesetzt. Eine Spaziergängerin konnte das Jungtier retten. Mittlerweile befindet sich «Yoshi» bereits unter der Obhut einer Ammenmutter.

Geschwächt und von Flöhen befallen landete «Yoshi» im Tierheim Pfötli in Winkel., Bei der Ammenmutter erhält das Kätzchen endlich Nestwärme.

PD

Spaziergängerin konnte «Yoshi» retten

Über 1,6 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Dass manche von ihnen ausgesetzt werden, kommt immer wieder vor. Es gibt scheinbar Tierhalter, die je nach Lage auf ihr Gewissen verzichten und aus dem schlichten Grund der Unlust, ihre Tiere zu pflegen, ihre Katzen einfach aussetzen. «Es kommt leider immer wieder vor, dass Tiere ausgesetzt werden. Die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich», sagt Jana Bauer, die Mediensprecherin der Stiftung «Tier Rettungs Dienst».

Allein im Jahr 2017 wurden im Tierheim Pfötli 41 ausgesetzte Haustiere registriert. Im Jahr zuvor waren es mit 24 Tieren fast die Hälfte. Im Jahr 2015 erreichten 12 Haustiere das Tierheim über zufällige oder glückliche Umwege. «Bei uns ist es so, dass wir nur dann von einer Aussetzung sprechen, wenn diese offensichtlich ist. Dies bedeutet, dass das Tier beispielsweise wie Yoshi in einer Kartonschachtel neben dem Abfall entsorgt wird, oder ein Hund, der irgendwo angeleint warten muss und ein Schild «zum mitnehmen» um den Hals trägt», meint Bauer.

Viele dieser Tiere würden mit grosser Begeisterung gekauft, ohne dass sich die Halter im Voraus überlegen, welcher Aufwand ein Tier bedeutet. Auch die Unterhaltskosten seien oft ein Grund dafür, dass sich die Leute ihrer Haustiere entledigen, wie aus einem Bericht des Schweizer Tierschutzes (STS) hervorgeht.

Endlich angemessen vorsorgt

Die Überlebenschancen waren bei dieser Hitze gering. Glücklicherweise achtete sich der Hund einer Spaziergängerin auf die Kartonschachtel neben einem Abfallkübel an einem Waldrand in Lindau. Die Dame, die sich persönlich gegenüber dem Regio nicht äussern wollte, brachte die Babykatze umgehend ins Tierheim Pfötli in Winkel.

Im Tierheim angekommen, wurde das Babybüsi gleich mit Milch versorgt. Es litt unter Schwäche, einem eitrigen Auge und Flöhen. «Eine weitere Nacht ohne die Mutter oder ohne Pflege hätte die junge Katze wohl nicht überlebt», sagt Bauer. Später wurde Yoshi in Obhut einer Pflegerin zwar noch mit Antibiotika behandelt, doch durfte schon bald zu einer Ammenmutter, die selbst drei Babys im gleichen Alter hat. «So kann Yoshi in einer Familie mit Geschwistern aufwachsen», meint Bauer. Sobald die junge Katze ein gewisses Alter erreicht hat, wird sie an eine neue Familie vermittelt, wo es für sie wieder einen richtigen Freigang gibt. Den Namen «Yoshi», was auf Japanisch «der Glückliche» bedeutet, erhielt die Katze vom Tierheim selbst. Ob sie zuvor überhaupt einen Namen trug, ist nicht bekannt.

Nächster Besitzer wird geprüft

Damit Yoshi und anderen Tieren aus dem Heim bei einem neuen Besitzer nicht das gleiche Schicksal blüht, werden potenzielle Halter zuerst überprüft. «Wer ein Tier übernimmt, muss einen Tierplatzierungsvertrag unterschreiben und wird darüber hinaus nach ein paar Wochen von unseren BetreuerInnen zuhause besucht, um zu überprüfen, ob die Anforderungen erfüllt werden», sagt Bauer.  Damit soll verhindert werden, dass ein Tier nochmals im Heim landet. «Jedes Tier hat ein Recht auf Leben und daher sollte eine Aussetzung nie in Erwägung gezogen werden», so Jana Bauer im Namen der ganzen Stiftung Tier Rettungs Dienst.

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