Schiffsteg Maur: Verbotsschild übersehen
Am Sonntagnachmittag kurz vor 14.30 Uhr liegt das Kursschiff «MS Stadt Uster» am Maurmer Schiffsteg bereit zur rund 80-minütigen Rundfahrt. Auch bereit ist ein junges Stand-up-Paddling-Pärchen für seinen Seeausflug. Gleich neben der Schiffanlegestelle wollen die beiden einwassern. Nik Scherer, Leiter der Abteilung Technik, Nautik und Schiffsführung der Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee, spricht sie an: «Hallo zusammen, habt Ihr das Verbotsschild nicht gesehen? Von hier aus ist das Schwimmen und das Ablegen mit privaten Booten oder Brettern nicht erlaubt. Gleich 100 Meter weiter ist es aber kein Problem.»
Das Pärchen erwidert, sie hätten es nicht gesehen. Dass es zu gefährlich sei, hätten sie nicht gewusst, sagt der Mann. «Danke für das Verständnis», erwidert Scherer und läuft zufrieden aufs Schiff. «Meist sind die Paddler einsichtig. Wir haben ein gutes Verhältnis zu ihnen.» Es könne aber auch anders sein. Ein Kapitän, mit über 30-jähriger Erfahrung, sei vor rund drei Wochen von zwei Paddlern als «Arschloch» beschimpft worden, erzählt Scherer.
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