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Ein Kreisel, der Hornochsen macht

In Dübendorf gibt es einen Strassenabschnitt, auf dem nicht klar ist, wie schnell man fahren darf. Das führt zu teilweise haarsträubenden Szenen. Eine Betrachtung.

Hier irgendwo muss sie doch sein, die Tafel. (Foto: Thomas Bacher), Ein Versuch, die verworrene Situation verständlich darzustellen. (Grafik: Juliana Mitreska)

Ein Kreisel, der Hornochsen macht

Auf der Überlandstrasse zwischen dem Mückenkreisel und der Ortseinfahrt Dübendorf gibt es nur zwei Arten von Autofahrern: Schleicher und Raser. Die einen regen sich über die Drängler im Rückspiegel auf, während die anderen den Vordermann (oder die Vorderfrau) am liebsten von der Strasse schieben würden.

Und das kommt so: Wer auf der Überlandstrasse von Hegnau nach Dübendorf fährt, für den gilt Tempo 60. Kurz vor dem Mückenkreisel wird die Höchstgeschwindigkeit aufgehoben, man darf also auf 80 km/h beschleunigen (ob das im Kreisel sinnvoll ist, ist wiederum eine andere Frage). Das gleiche gilt für Autofahrer, die auf der Strasse Im Schossacher vom Schörli-Quartier kommen. Hier wird die Höchstgeschwindigkeit Tempo 50 ebenfalls vor dem Kreisel aufgehoben.

Wer kann die Tafel sehen?

Das Problem: Weil sich das Schwarz in Grau gehaltene Verkehrsschild auf der linken Strassenseite befindet, erregt es nicht unbedingt die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer und wird auf diese Weise leicht übersehen. Erschwerend kommt dazu, dass während der Vegetationsphase – also beispielsweise gerade jetzt – das Geäst des nahen Baumes beinahe die ganze Tafel verdeckt, wodurch sie noch schlechter wahrzunehmen ist.

Die Hälfte der Autofahrer denkt also, zwischen dem Mückenkreisel und der Ortseinfahrt Dübendorf gelte Tempo 50, die andere geht von 80 km/h aus. Und weil Autofahrer rechthaberische Menschen sind, gibt es auf diesem 850 Meter langen Abschnitt sehr viele Auto-Konvois, die mit fast schon kriminellem Mindestabstand unterwegs sind. Am Steuer: Hornochsen und blöde Kühe.

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